Kim Jong Un | Bildquelle: REUTERS

Abermals Rakete abgefeuert Eine neue Provokation aus Nordkorea

Stand: 29.05.2017 03:42 Uhr

Mehrere UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test von Raketen. Trotzdem lässt die kommunistische Führung von Machthaber Kim immer wieder welche abfeuern. So auch jetzt. Das Geschoss schlug in japanischen Gewässern ein. Japan drohte mit einer scharfen Reaktion.

Nordkorea hat die Weltgemeinschaft erneut mit einem Raketentest provoziert. Bei dem abgefeuerten Flugkörper habe es sich um eine Kurzstreckenrakete gehandelt, die nach sechs Minuten im Meer gelandet sei, teilte das US-Pazifikkommando mit.

Aus Tokio hieß es, das Geschoss sei in den Gewässern der japanischen Wirtschaftszone eingeschlagen. Der Test habe ein Risiko für Schiffe und Flugzeuge in der Region dargestellt. Schäden habe es aber offenbar nicht gegeben. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verurteilte den Test und drohte "konkretes Handeln mit den USA" an.

Menschen in Südkorea verfolgen einen TV-Bericht über einen neuen nordkoreanischen Raketentest | Bildquelle: AP
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Menschen in Südkorea verfolgen einen TV-Bericht über den Raketentest im Nachbarland.

Abe: Werden Provokationen nicht tolerieren

Laut dem südkoreanischen Generalstab wurde die Rakete nahe der Küstenstadt Wonsan abgefeuert. Sie habe eine Reichweite von rund 450 Kilometern gehabt. Der genaue Typ der abgefeuerten Rakete sei noch unklar.

US-Präsident Donald Trump sei über den Test informiert worden, sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats in Washington. Trump hatte am Freitag bei einem Treffen mit Abe am Rande des Gipfels der sieben führenden Industrienationen (G7) angekündigt, das "große Problem" Nordkorea "wird gelöst".

Darauf verwies auch der japanische Ministerpräsident. Beim G7-Gipfel in Taormina seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass "das nordkoreanische Problem die Top-Priorität der internationalen Gemeinschaft" ist, sagte Abe jetzt vor Journalisten in Tokio. "Wir werden niemals Nordkoreas fortgesetzte Provokationen tolerieren, die wiederholte Warnungen der internationalen Gemeinschaft ignorieren."

Erneuter Raketentest von Nordkorea
tagesschau 12:00 Uhr , 29.05.2017, Alexander Westermann, NDR

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Der südkoreanische Staatschef Moon Jae In berief eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrats ein. Der erst kürzlich angetretene Präsident setzt auf eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem kommunistischen Nachbarn im Norden.

Experten: Weit entfernt von Interkontinentalrakete

Mehrere UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test von Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe tragen können. Das Land hat die Zahl seiner Raketentests in den jüngsten Monaten trotzdem erhöht. Die kommunistische Führung von Machthaber Kim Jong Un versucht, eine Langstreckenrakete mit nuklearem Sprengkopf zu entwickeln. Ziel ist, US-Festland treffen zu können.

Experten gehen davon aus, dass Nordkorea noch mehrere Jahre davon entfernt ist, die Vereinigten Staaten mit einer Interkontinentalrakete anzugreifen. Doch jeder Test bringt die Führung näher an dieses Ziel heran.

Nordkorea feuert Kurzstreckenrakete ab
Jürgen Hanefeld, ARD Tokio
29.05.2017 09:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Mai 2017 um 04:50 Uhr.

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