Karte: Nordkorea

Erdbeben in Nordkorea Spekulationen über Atomtest

Stand: 06.01.2016 03:57 Uhr

Ein leichtes Erdbeben in Nordkorea ist vermutlich künstlich ausgelöst worden. Der Vorfall löste Spekulationen über einen Atomtest aus. Das Beben war in der Nähe des nordkoreanischen Atomtestgeländes in Kilju lokalisiert worden. Die kommunistische Führung kündigte eine "wichtige Bekanntgabe" an.

In Nordkorea ist es zu einem leichten Erdbeben gekommen, das umgehend Spekulationen über einen möglichen vierten Atomtest des Landes ausgelöst hat. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der seismischen Aktivität auf ihrer Webseite mit 5,1 an. Ein Vertreter der südkoreanischen Meteorologiebehörde sprach von einem vermutlich künstlich herbeigeführten Beben. Es habe sich 49 Kilometer nördlich von Kilju ereignet. Auch Japan vermutete einen Atomtest.

In der Region im Nordosten Nordkoreas befindet sich die wichtigste Atomtestanlage des Landes. Dort ließ die kommunistische Führung auch alle früheren Nukleartests ausführen, zuletzt im Februar 2013. Ob es sich nun um einen Atomtest oder ein natürliches Beben handelte, konnten südkoreanische Regierungsvertreter indes zunächst nicht sagen. Die kommunistische Führung in Pjöngjang kündigte derweil eine "wichtige Bekanntgabe" an.

Nordkorea soll mehrere Nuklearwaffen besitzen

Sollte sich die seismische Aktivität als Folge eines Atomtests entpuppen, würde dies einen weiteren großen Schritt im Bestreben Pjöngjangs darstellen, einen atomar bestückten Sprengkopf für eine Rakete zu produzieren, die die USA erreichen könnte. Nordkorea soll mehrere Nuklearwaffen besitzen. Der Westen befürchtet, dass das Land mit jedem weiteren Test sein Arsenal verbessern könnte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2016 um 04:38 Uhr.

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