Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos mit dem Friedensnobelpreis | Bildquelle: AFP

Friedensnobelpreis Santos für Umgang mit FARC geehrt

Stand: 10.12.2016 14:57 Uhr

Kolumbiens Präsident Santos hat in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten. Er wird damit für seinen Dialog mit der FARC-Guerilla geehrt. Kolumbiens Regierung und die Rebellen hatten erst vor kurzem ihren jahrzehntelangen Konflikt beigelegt.

Der kolumbianische Präsident Jaun Manuel Santos ist in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte damit seine Bemühungen, den Konflikt mit den FARC-Rebellen in seinem Land beizulegen. Erst vor kurzem hatten beide Seiten einen Friedensvertrag geschlossen.

Santos "die treibende Kraft im Friedensprozess"

Nobeljurorin Berit Reiss-Andersen sagte bei der Preisübergabe im Osloer Rathaus, Santos sei die treibende Kraft in diesem Friedensprozess gewesen. Er nahm den Preis im Beisein von mehreren Vertretern der Opfer des Konflikts entgegen. In seiner Rede sagte Santos, Kolumbien habe das Unmögliche möglich gemacht und den Krieg beendet. "Dank dieses Abkommens können wir sagen, dass der amerikanische Kontinent - von Alaska bis Patagonien - friedliches Land ist."

Die Auszeichnung ist mit umgerechnet rund 830.000 Euro dotiert. Santos hatte angekündigt, das Geld den Opfern des mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkriegs zu spenden.

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Kolumbiens blutiger Konflikt

Marcos Calarca, Jairo Martinez und Alberto Martinez (alle COL/FARC Negotiating Committee)

1964 begann der Krieg zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC. Die FARC hatte im Kampf gegen Großgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Grund für den Konflikt ist soziale Ungleichheit und eine ungerechte Landverteilung. | Bildquelle: imago stock&people

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. Dezember 2016 um 14:00 Uhr.

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