Angus Deaton | Bildquelle: AFP

Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften Britischer Ökonom Deaton ausgezeichnet

Stand: 12.10.2015 14:19 Uhr

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an den britischen Ökonomen Angus Deaton. Er werde für seine Arbeiten zu Konsum und Armut geehrt, teilte die Königliche Schwedische Akademie in Stockholm mit.

Der britische Ökonom und Konsumforscher Angus Deaton erhält den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Das teilte die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften mit.

Der gebürtige Schotte bekommt den Preis "für seine Analyse von Konsum, Armut und Wohlfahrt", sagte Göran Hansson, Generalsekretär der Akademie in Stockholm. "Der diesjährige Preis handelt von Konsum im Großen und Kleinen", so Hansson.

Vorfreude auf die Preisverleihung

Der Anruf der schwedischen Jury habe ihn aus dem Schlaf gerissen, sagte Deaton. "Meine Güte, ich war ganz schön verschlafen", sagte der Forscher, der bei der Pressekonferenz in Stockholm per Telefon zugeschaltet war. "Ich war überrascht und erfreut, die Stimmen meiner Freunde vom Komitee zu hören. Es war mir natürlich wie vielen anderen Ökonomen bewusst, dass es eine Chance dafür gab", so Deaton. Er freue sich darauf, im Dezember zur Preisverleihung nach Schweden zu kommen.

Britischer Ökonom Deaton erhält Wirtschaftsnobelpreis
tagesschau 15:00 Uhr, 12.10.2015, Clas Oliver Richter, ARD Stockholm

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Der 69-Jährige Deaton lehrt an der US-Eliteuniversität Princeton. Die Auszeichnung ging bisher überwiegend an Ökonomen aus den USA. 2014 gewann der Franzose Jean Tirole den Preis. Unter den bisherigen Preisträgern befindet sich mit dem Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten nur ein deutscher Wissenschaftler.

Kein klassischer Nobelpreis

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Er wurde erst 1968 von der Schwedischen Notenbank zur Erinnerung an Alfred Nobel gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Die Auszeichnung ist mit acht Millionen schwedischen Kronen (etwa 850.000 Euro) dotiert.

Ursprünglich hatte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) lediglich Preise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vorgesehen. Der auch wegen der nachträglichen Stiftung umstrittene Wirtschaftspreis wird von der Nobel-Stiftung offiziell nicht als Nobelpreis eingestuft. Er heißt daher "Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel".

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