Franck Terrier wird am Jahrestag des Anschlags in Nizza mit einem Orden ausgezeichnet | Bildquelle: AFP

Jahrestag des Attentats Gedenken an die Opfer von Nizza

Stand: 14.07.2017 19:00 Uhr

Die Trauer um die Opfer des Anschlags von Nizza vor einem Jahr überschattet in Frankreich die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Mit Angehörigen und weiteren Bürgern gedachte Staatspräsident Macron der 86 Toten. Dabei wurden Helfer geehrt.

Mit einer Trauerzeremonie hat Frankreich am ersten Jahrestag des Lkw-Anschlags von Nizza der 86 Todesopfer gedacht. An der Gedenkveranstaltung in der südfranzösischen Küstenstadt nahmen neben zahlreichen Angehörigen auch Staatschef Emmanuel Macron und seine beiden Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy teil.

Den ganzen Tag über hatten sich Menschen in Kondolenzbücher eingetragen und am Anschlagsort, dem bekannten Strandboulevard Promenade des Anglais, weiße Rosen für die Opfer niedergelegt.

Attentat in Nizza jährt sich
tagesthemen 21:45 Uhr, 14.07.2017, Mathias Werth, ARD Paris

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Bürger mit Orden ausgezeichnet

Frankreichs Präsident Macron spricht bei der Gedenkfeier in Nizza | Bildquelle: AFP
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Frankreichs Präsident Macron erinnerte in einer Rede an den Preis der Freiheit

Franck Terrier wird am Jahrestag des Anschlags in Nizza mit einem Orden ausgezeichnet | Bildquelle: REUTERS
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Franck Terrier wurde als "Motorroller-Held" bekannt

Zu Beginn der Gedenkzeremonie wurden Vertreter von Polizei und Rettungskräften sowie Bürger mit Orden ausgezeichnet. Unter ihnen war der Franzose Franck Terrier, der nach dem Anschlag als "Motorroller-Held" bekannt wurde. Er hatte am Abend des 14. Juli 2016 mit seinem Motorroller die Verfolgung des Lastwagens aufgenommen, der auf der Promenade des Anglais in die Menschenmenge gerast war. Anschließend klammerte er sich an das Führerhaus und schlug auf den Angreifer ein, um den Lkw zu stoppen. Terrier wurde am Freitag bei seiner Auszeichnung mit dem Orden der französischen Ehrenlegion mit besonders langem Applaus bedacht.

Staatspräsident Macron erinnerte in seiner Rede an die Bedeutung des französischen Nationalfeiertags: "Der 14. Juli 1789 war für Frankreich ein Tag des Kampfs für die Freiheit, und Stück für Stück ist er zu einem Feiertag geworden." Der 14. Juli 2016 habe das Volk brutal an den Preis für diese Freiheit erinnert.


Für 22.34 Uhr - dem genauen Zeitpunkt des Anschlags - war eine Schweigeminute angekündigt. Der Platz im Zentrum der Stadt an der Riviera war mit Zementblöcken abgesperrt.

Ausnahmezustand bis Anfang November

Ein 31-jähriger Tunesier war am Abend des 14. Juli 2016 nach dem traditionellen Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 450 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" beanspruchte den Anschlag für sich. Allerdings haben Ermittler bis heute keine direkten Kontakte des Mannes zum IS aufzeigen können.

In Frankreich wurden seit Anfang 2015 bei islamistischen Anschlägen 239 Menschen getötet. Seit der Pariser Anschlagsserie vom 13. November 2015 mit 130 Toten herrscht in dem Land der Ausnahmezustand. Er wurde zuletzt bis Anfang November verlängert.

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Weltweite Trauer um die Opfer von Nizza (Fotos vom 15.7.2016)

Trauer um die Opfer von Nizza: Botschaft in Wien

Trauer um die Opfer des Anschlags von Nizza. In vielen Hauptstädten der Welt kamen die Menschen vor die französische Botschaft, um ihr Mitgefühl auszudrücken, wie hier vor der Botschaft in Wien.

Festung Nizza - ein Jahr nach dem Attentat vom 14. Juli
Barbara Kostolnik, WDR
14.07.2017 00:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2017 um 17:00 Uhr.

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