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Weiterer Anschlag in Nigeria
Islamisten ermorden zehn Christen
Die Serie von Angriffen auf Christen in Nigeria geht weiter. Zehn Gläubige starben laut Augenzeugenberichten bei einem Angriff von Islamisten. Sie sollen regelrecht hingerichtet worden sein. Die islamistische Sekte Boko Haram tötete in den vergangenen Jahren bereits Hunderte Menschen im Land.
Von Antje Diekhans, ARD-Hörfunkstudio Nairobi
Im Norden Nigerias sind offenbar mehrere Christen von Islamisten getötet worden. Augenzeugen berichten, dass die Angreifer mit Schusswaffen und Macheten gekommen seien. Sie hätten ihre Opfer regelrecht hingerichtet und die Häuser niedergebrannt. Ein Gemeindevertreter sagte, er habe zehn Tote gezählt. Offiziell wurde diese Zahl aber bisher nicht bestätigt.
Noch am vergangenen Sonntag waren bei zwei Selbstmordanschlägen auf eine Kirche mehrere Menschen getötet worden. Auch an diesem Sonntag brannten Gotteshäuser und mehrere staatliche Einrichtungen an der Grenze zu Kamerun. Über Opfer ist hier bisher nichts bekannt.
Terroristische Angriffe von Boko Haram
Im muslimisch geprägten Norden Nigerias haben Islamisten der Sekte Boko Haram in den vergangenen Jahren hunderte Menschen getötet. Die Bewegung kämpft mit terroristischen Methoden für die Einführung des islamischen Rechts. Die Gruppe gilt als größte Gefährdung für die innere Sicherheit Nigerias, des mit 170 Millionen Menschen bevölkerungsreichsten Landes Afrikas.
Angriff auf Christen im Norden Nigerias
A. Diekhans, ARD Nairobi
03.12.2012 05:55 Uhr
Meist sind Behörden, Polizeistationen oder Kirchen das Ziel der Angriffe. Boko Haram, was übersetzt etwa "Westliche Bildung ist Sünde" bedeutet, steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Terrornetzwerk Al Kaida.
Stand: 02.12.2012 21:59 Uhr
