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[Bildunterschrift: Keine Einigung: Die Gewerkschaft "Nigerian Labour Congress" ruft zu weiteren Streiks auf. ]
Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat angekündigt, zur Beruhigung der Lage im Land die Treibstoffpreise um 30 Prozent zu senken. Nach einer Woche heftiger Auseinandersetzungen um die Benzinpreise war es am Wochenende in Nigeria ruhiger geworden. Die Gewerkschaften hatten die seit vergangenem Montag anhaltenden Streiks für zwei Tage unterbrochen, um weitere Verhandlungen mit der Regierung zu ermöglichen.
Der Gewerkschaftsverband "Nigerian Labour Congress" lehnte das Angebot des Präsidenten in einer ersten Reaktion jedoch ab und erklärte am Morgen, an den Streiks generell festhalten zu wollen. Dennoch waren die Gewerkschaftsvertreter auf die Bitte des Präsidenten eingegangen, vorerst zu keinen Straßenprotesten aufzurufen, um keine Ausschreitungen zu riskieren.
In Lagos sollen nigerianische Soldaten unterdessen ein Protestlager unter ihre Kontrolle gebracht haben. Ein Demonstrant berichtet, die Soldaten hätten Straßensperren erreichtet und einen Park, in dem Kundgebungen stattgefunden hatten, gesperrt.
[Bildunterschrift: Günstige Benzinpreise waren bisher einer der wenigen Vorteile des achtgrößten Ölproduzenten. ]
Grund für die Auseinandersetzungen in dem westafrikanischen Land sind die gestiegenen Treibstoffpreise. Die nigerianische Regierung hatte zum Jahreswechsel Subventionen aufgehoben, weshalb der Spritpreis von 65 Naira auf teilweise mehr als 140 Naira (0,70 Euro) gestiegen war.
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