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[Bildunterschrift: Am ersten Weihnachtstag verübte die Sekte Boko Haram Anschläge auf mehrere Kirchen. ]
Nigerias Staatschef Goodluck Jonathan hat für mehrere Regionen im Norden seines Landes den Ausnahmezustand verhängt. Er habe zudem angeordnet, dass in diesen Gegenden die Landesgrenzen geschlossen würden, um grenzüberschreitende terroristische Aktivitäten zu verhindern, sagte er in einer Fernsehansprache. Die Maßnahmen seien notwendig geworden, nachdem Terroristen Ziele in Nigeria angegriffen hätten.
An Weihnachten waren bei mehreren Anschlägen auf Christen in Nigeria mindestens 49 Menschen getötet worden. Zu der Anschlagsserie bekannte sich die islamistische Sekte Boko Haram. Seit den Anschlägen stieg die Angst vor einer Eskalation religiöser Gewalt in Nigeria merklich. Bei mehreren Angriffen auf Gotteshäuser und Geistliche waren am Freitag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Aus Angst vor neuen Terroranschlägen sagten zahlreiche Kirchen in Nigeria ihre mitternächtlichen Gottesdienste in der Silvesternacht ab.
Derweil kam es in anderen Teilen Nigerias zu Unruhen. Im östlichen Bundesstaat Ebonyi seien bei Kämpfen zwischen den rivalisierenden Volksgruppen Ezza und Ezilo 50 Menschen getötet worden, teilte die Regierung mit. Eine Gruppe von Leuten der Gemeinde Ezza habe Bewohner der Nachbargemeinde Ezilo wegen eines Streits um Land angegriffen. Die Auseinandersetzungen stünden jedoch nicht in Verbindung mit den Anschlägen der islamistischen Sekte Boko Haram. Der Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen besteht bereits seit längerem und führt immer wieder zu Gewaltausbrüchen.
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