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Bei heftigen Kämpfen im Norden Nigerias sind nach Angaben von Ärzten mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Ein Korrespondent der Agentur AFP sah 42 Leichen mit Macheten- und Schussverletzungen in einem Krankenhaus des Ortes Bausi. Weitere Tote, darunter auch viele Minderjährige, hätten in Kühlräumen gelegen.
[Bildunterschrift: Mindestens 70 Menschen starben bei Kämpfen gegen eine islamistische Sekte in Bauchi. ]
Am Montag waren Sicherheitskräfte eingeschritten, nachdem sich Angehörige der Sekte gegenseitig bekämpft hatten und die Auseinandersetzungen auf die Straße übergriffen. Die Sekte ist seit Jahrzehnten in mehreren Bundesstaaten im Norden Nigerias aktiv. Sie soll tausende Anhänger haben. Genaue Zahlen gibt es jedoch nicht. Auslöser für die jüngsten Kämpfe war offenbar eine Fehde, bei der verschiedene Clans der Kata-Kalo-Sekte sich gegenseitig bezichtigten, für eine schwere Erkrankung ihres Anführers verantwortlich zu sein.
Seitdem mindestens zwölf der 36 Bundestaaten Nigerias vor allem im Norden 1999 mit der Einführung des islamischen Rechts begonnen haben, kommt es immer wieder zu Gewalttaten, teils auch zu offenen Kämpfen. Die rund 150 Millionen Nigerianer sind fast zu gleichen Teilen Muslime und Christen. Im Sommer hatten nigerianische Sicherheitskräfte den Aufstand einer anderen Sekte in den muslimisch geprägten nördlichen Bundesstaaten Bauchi, Kano, Yobe und Borno niedergeschlagen und dabei mehr als 600 Menschen getötet.
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