Gewaltausbruch in den Niederlanden Randale wegen geplanter Flüchtlingsunterkunft

Stand: 17.12.2015 09:43 Uhr

In den Niederlanden haben Gegner einer geplanten Asylunterkunft versucht, eine Stadtratssitzung gewaltsam zu stürmen. Die Demonstranten warfen mit Flaschen und Feuerwerkskörpern, die Polizei feuerte laut Medienberichten Warnschüsse ab.

Während der Stadtrat von Geldermalsen in den Niederlanden über den Bau einer Asylunterkunft beriet, eskalierte vor dem Gebäude die Gewalt: Gegner des Vorhabens hatten sich versammelt, um gegen die geplante Unterkunft für 1500 Menschen zu demonstrieren. Sie bewarfen die Polizei mit Flaschen und Feuerwerkskörpern. Die Polizei feuerte laut Medienberichten Warnschüsse ab, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Geldermalsen liegt rund 70 Kilometer südlich von Amsterdam. Der Rat der 27.000 Einwohner zählenden Stadt beriet darüber, ob dort eine eine Unterkunft für 1500 Menschen entstehen soll.

Gewaltsame Proteste gegen mögliche Flüchtlingsunterkunft in den Niederlanden
tagesschau 09:00, 17.12.2015

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54.000 Asylanträge bis November

Tausende Menschen haben in diesem Jahr auf ihrer Flucht durch Europa die Niederlande erreicht. Die Regierung in Den Haag hatte am Montag mitgeteilt, bis Mitte November seien in diesem Jahr rund 54.000 Asylanträge eingegangen - ein neuer Rekord.

Im Land gibt es große Spannungen zwischen Gegnern und Befürwortern der Migrationspolitik. Der Rechtspopulist Geert Wilders von der Freiheitspartei PVV hatte kürzlich in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP gesagt, angesichts der Flüchtlingskrise bestehe die "einzige Möglichkeit" darin, "die Grenzen zu schließen".

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