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Festnahme in New York
FBI vereitelt offenbar Anschlag auf US-Zentralbank
Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag auf das Gebäude der US-Zentralbank Fed in New York verhindert. Mit einer rund 500 Kilogramm schweren Bombe in einem Kleinlaster hatte ein 21 Jahre alter Mann das Gebäude der Notenbank nahe der Südspitze Manhattans in die Luft jagen wollen, teilte die Behörde mit. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber nicht bestanden: Der Plan sei bereits im Vorfeld bekannt gewesen und der Sprengstoff unschädlich gemacht worden.
Im Januar eingereist
Der 21-jährige Verdächtige sei den Behörden bei verdeckten Ermittlungen ins Netz gegangen. Der aus Bangladesch stammende Mann, der im Januar in die USA gereist war und im New Yorker Stadtteil Queens gelebt hatte, hatte den Kleinlaster am Morgen vor dem Gebäude der Zentralbank geparkt. Er sei davon ausgegangen, dass er eine Bombe in dem Wagen habe und habe versucht, diese explodieren zu lassen, teilte das FBI mit.
Die Behörden hätten im Rahmen einer verdeckten Operation über Geheimagenten zuvor Kontakt zu ihm aufgenommen. Anstelle des Sprengstoffs hätten sie eine Bombenattrappe in dem Kleinlaster untergebracht. Ein Geheimagent sei bei der Fahrt dabei gewesen. Der 21-Jährige wurde nahe der Zentralbank festgenommen.
FBI vereitelt Sprengstoff-Anschlag auf Filiale der US-Notenbank in New York
tagesschau 17:00 Uhr, 18.10.2012, Thomas Roth, ARD New York
Kontakte zu Al Kaida
Er sei einzig und allein deshalb in die USA gekommen, weil er eine terroristische Attacke durchführen wollte, sagte eine New Yorker Staatsanwältin. "Er arbeitete zielstrebig daran, seinen Plan auszuführen." Er soll über Kontakte zum Terrornetzwerk Al Kaida verfügen und versucht haben, in den USA Mitstreiter zu rekrutieren, um eine Terrorzelle aufzubauen. Der Mann habe mehrere Ziele für seinen Anschlag in Erwägung gezogen, sich dann aber letztlich für die Zentralbank entschieden, teilte das FBI mit.
Er habe "Amerika zerstören" wollen, schrieb der Mann in einer schriftlichen Erklärung. Zudem nahm er, nachdem er den Kleinlaster geparkt hatte, in einem Hotel auch eine Videobotschaft auf, in der er die Verantwortung für die Tat übernimmt. "Wir hören nicht auf, bis wir siegen oder als Märtyrer sterben", heißt es dem FBI zufolge darin. In dem Video bekenne sich der Mann auch als Sympathisant von Al Kaida.
Der 21-Jährige soll einem Bundesrichter in New York vorgeführt werden. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.
FBI vereitelt offenbar Anschlag auf Zentralbank in New York
C. Sarre, ARD New York
18.10.2012 00:04 Uhr
Stand: 18.10.2012 05:16 Uhr
