Anschlag in New York | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in New York Unklarheit über deutsches Todesopfer bei Attentat

Stand: 01.11.2017 18:20 Uhr

Unter den acht Toten des New Yorker Anschlags ist nach Angaben des Feuerwehrchefs der Stadt auch ein deutsches Opfer. Das Auswärtige Amt konnte dies gegenüber tagesschau.de nicht bestätigen und schloss eine Verwechslung nicht aus.

Noch ist nicht eindeutig geklärt, ob bei dem Anschlag in New York auch ein deutscher Staatsbürger getötet worden ist. Der Feuerwehrchef der Stadt, Daniel Nigro, hatte dies bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte tagesschau.de auf Anfrage, dass er dies nicht bestätigen könne. Es gebe derzeit keine Hinweise auf ein deutsches Todesopfer. Der Sprecher räumte ein, dass es möglicherweise eine Verwechslung gegeben habe, da Nigro auf der Pressekonferenz das bestätigte belgische Opfer nicht erwähnte, dafür aber eben ein deutsches.

Laut Nigro stammen die weiteren sieben Opfer aus Argentinien, zwei waren US-Amerikaner. Sechs der Opfer seien vor Ort gestorben, zwei von ihnen seien im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Vier der insgesamt zwölf Verletzten befänden sich noch in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Unter den Verletzten ist eine Deutsche.

Acht Todesopfer nach Terroranschlag in New York
tagesschau 17:00 Uhr , 01.11.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Der Bürgermeister New Yorks, Bill de Blasio betonte, die Opfer würden niemals vergessen werden. Die Gäste der Stadt, die bei dem Angriff getötet worden seien, würden für immer New Yorker bleiben, sagte der Politiker. Die Tat bezeichnete er als feige Attacke auf unschuldige Menschen.

Attentäter ist Usbeke

Zuvor hatten die Behörden Details zum Attentäter bekannt gegeben. Demnach stamme der Mann aus Usbekistan und habe in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat" gestanden. Er lebe seit 2010 in den USA und habe sich dort radikalisiert. Er hatte seine Tat nach Erkenntnissen der Ermittler über Wochen vorbereitet. Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte, der Fall werde als Terrorakt behandelt.

Der 29-Jährige war nach Polizeiangaben in Manhattan absichtlich mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast. Nach der Tat stieg der Fahrer aus dem Fahrzeug und rief "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß", wie die Polizei bestätigte. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich später als eine relativ ungefährliche Paintballpistole und ein Luftgewehr herausstellten.

Handschriftliche Notiz

In dem Fahrzeug fanden Ermittler eine handschriftlich verfasste Notiz. Darin stehe, die Tat sei im Namen des IS verübt worden. Der Attentäter war den Ermittlungsbehörden bis zu dem Anschlag nicht aufgefallen. Weder die Bundespolizei FBI noch die New Yorker Polizei hätten je gegen ihn ermittelt.

Eine Deutsche unter den Opfern in Manhattan
Georg Schwarte, ARD New York
01.11.2017 08:12 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. November 2017 um 17:00 Uhr.

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