Polizisten am Anschlagsort in New York | Bildquelle: AP

Terrorattacke in New York IS beansprucht Attentat für sich

Stand: 03.11.2017 07:12 Uhr

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat den Attentäter von New York als einen ihrer "Soldaten" bezeichnet und die Tat für sich beansprucht. Nach Ermittlerangaben zeigte der Täter keine Reue, er habe sich von IS-Videos zu dem Anschlag inspirieren lassen.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die tödliche Attacke eines 29-Jährigen auf Radfahrer und Fußgänger in New York für sich beansprucht und den Attentäter als "Soldaten des Kalifats" gefeiert. Das berichtete die auf Überwachung von Islamisten-Seiten spezialisierte Site Intelligence Group.

Der aus Usbekistan stammende Mann war an Halloween mit einem Kleinlaster in Manhattan in Radfahrer und Fußgänger gerast und hatte dabei acht Menschen getötet und elf weitere verletzt. Der 29-Jährige ist inzwischen bereits vor Gericht erschienen, ihm wird Unterstützung einer Terrororganisation angelastet.

Sayfullo S., der mutmaßliche Attentäter von New York | Bildquelle: REUTERS
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Sayfullo S., der mutmaßliche Attentäter von New York

Bei Verurteilung Todesstrafe oder lebenslange Haft

Sayfullo S. werden Unterstützung de IS sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. Im Fall einer Verurteilung kann dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft drohen, sagte Kim.

In einem Tweet hatte US-Präsident Donald Trump für den Mann die Todestrafe gefordert. Nach Darstellung von Staatsanwalt Kim soll S. gestanden haben, die Attacke seit zwei Monaten geplant zu haben. Gut eine Woche vor der tödlichen Fahrt vom Dienstag habe er auch geübt.

Halloween bewusst gewählt

"Er hat gestanden, dass er am 22. Oktober einen Truck mietete, um die Kurven zu üben, die er an der Attacke an Halloween nehmen würde", sagte Kim. Gerichtsunterlagen zufolge wählte S. Halloween, weil er an diesem Tag auf volle Straßen hoffte, und war anschließend auch stolz auf seine Attacke.

S. habe auch zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen, sagte Kim. In einer Tüte am Tatort hätten Ermittler Handys entdeckt, auf denen Tausende Fotos im Zusammenhang mit dem IS gespeichert waren.

Attentäter will IS-Flagge in Klinik aufhängen

Zudem fanden Ermittler darauf rund 90 Videos, die IS-Kämpfer zeigen, wie sie Gefangene mit Panzern überfahren, sie köpfen und ihnen ins Gesicht schießen. Am Tatort seien auch auf Arabisch verfasste Notizen gefunden worden, die an den IS erinnerten. Gerichtsdokumenten zufolge habe S. sogar gebeten, in seinem Zimmer im Krankenhaus eine IS-Flagge aufzuhängen.

US-Präsident Trump hat den IS bereits kurz nach der Terrorattacke für die Tat verantwortlich gemacht und verschärfte Sicherheitsüberprüfungen angeordnet. S. stammt aus Usbekistan und lebt seit 2010 legal und mit Arbeitsgenehmigung in den Vereinigten Staaten.

Attentat in New York: US-Bundesanwaltschaft klagt 29-jährigen Täter an
tagesschau 12:00 Uhr, 02.11.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. November 2017 um 06:00 Uhr.

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