Alexej Nawalny (Mitte) geht vor einem Bild des ermordeten Oppositionsführers Boris Nemzow bei einem Marsch zum Gedenken an den dritten Jahrestag seiner Ermordung. | Bildquelle: dpa

Demonstrationen in Russland Tausende gedenken Nemzow

Stand: 25.02.2018 16:33 Uhr

Vor drei Jahren wurde der russische Oppositionsführer Nemzow ermordet. Tausende demonstrierten nun in Russland, um seiner zu gedenken. Sie kritisierten dabei auch die Haltung von Präsident Putin.

Tausende Demonstranten haben in Russland an den vor drei Jahren ermordeten Oppositionsführer Boris Nemzow erinnert. Der größte Gedenkmarsch fand in Moskau statt und stand zugleich im Zeichen der Präsidentenwahl am 18. März. Die Teilnehmer riefen nach Augenzeugenberichten "Dies ist unser Land" und nannten Präsident Wladimir Putin einen Dieb. Demonstranten an der Spitze des Zuges trugen ein Banner mit der Aufschrift: "Diese Kugeln waren für uns alle." 

Die Oppositionskandidaten Xenia Sobtschak und Grigori Jawlinski liefen ebenso im Demonstrationszug mit wie der nicht zur Wahl zugelassene Aktivist Alexej Nawalny. Augenzeugen schätzten den Zug auf etwa 15.000 Menschen, die Moskauer Polizei sprach lediglich von 4500 Teilnehmern.

Tausende gedenken des ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow
tagesschau 17:15 Uhr, 25.02.2018, Uso Lielischkies, ARD Moskau

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"Der Mord an Nemzow war ein politischer Mord", sagte Jawlinski. Putin trage als amtierender Präsident die politische Verantwortung für den Mord an einem seiner Gegner. Sobtschak erklärte: "In unserem Land wird ein Mensch immer noch dafür getötet, was er denkt oder sagt. Das nennt man politische Verfolgung, das nennt man Intoleranz."

Demonstrationen auch außerhalb Moskaus

In St. Petersburg versammelten sich nach Angaben der Organisatoren etwa 2000 Menschen, die Polizei sprach dagegen von 350 Teilnehmern. Die Behörden hatten überall starke Kräfte zusammengezogen. Es soll landesweit aber nur einzelne Festnahmen gegeben haben.

Vor drei Jahren in Moskau erschossen

Der Reformpolitiker und ehemalige Vizeregierungschef Nemzow war am 27. Februar 2015 nachts auf einer Brücke in der Nähe des Kremls in Moskau erschossen worden. Der Fall hatte international Bestürzung ausgelöst. Die Ermittler gingen von einem Auftragsmord aus.

Fünf Männer aus der Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus wurden 2017 wegen der Tat zu hohen Haftstrafen verurteilt. Nemzows Familie und Kritiker der russischen Justiz bemängeln aber, dass die Hintermänner noch unbekannt seien.

Boris Nemzow
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Boris Nemzow wurde vor drei Jahren ermordet.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Februar 2018 um 16:00 Uhr.

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