Anhänger des Oppositionspolitikers Nemzow bei der Gedenkfeier knapp zwei Jahre nach der Ermordung | Bildquelle: dpa

Gedenkmarsch für Nemzow "Russland ohne Putin"

Stand: 26.02.2017 17:37 Uhr

Tausende Russen haben bei einem Gedenkmarsch an den vor zwei Jahren ermordeten Oppositionspolitiker Nemzow erinnert. Sie forderten "Russland ohne Putin" und trugen Plakate mit dem Zitat "Russland wird frei sein". Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt.

In Moskau haben Tausende Anhänger der russischen Opposition bei einem Gedenkmarsch für den ermordeten Politiker Boris Nemzow gegen Russlands Regierung demonstriert. Mit Fotos des getöteten Oppositionsführers und Weiß-Blau-Rot gestreiften Nationalflaggen zog die Menge durch das Zentrum von Moskau. "Russland ohne Putin", skandierte die Teilnehmer immer wieder im Protest gegen den Präsidenten ihres Landes.

Die Veranstalter sprachen von 15.000 Teilnehmern, die Polizei geht von 5000 Demonstranten aus. Auch in anderen Städten gingen Anhänger von Nemzow auf die Straße.

Tausende Russen bei Gedenkmarsch für Oppositionellen Boris Nemzow
tagesschau 20:00 Uhr, 26.02.2017, Birgit Virnich, ARD Moskau

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Auftragsmord?

Der Oppositionspolitiler war am 27. Februar 2015 in Sichtweite des Kremls erschossen worden. Die Tat löste international Bestürzung aus. Die Anklage geht von einem Auftragsmord aus. Der angebliche Auftraggeber soll sich ins Ausland abgesetzt haben. Gegen fünf Tatverdächtige läuft ein Prozess.

Nemzows Anhänger vermuten die Hintermänner aber in der Führung der Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus. Beim mutmaßlichen Todesschützen soll es sich um einen Offizier der Sicherheitskräfte des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow handeln, der wiederum als Putins Mann fürs Grobe gilt.

Anhänger des Oppositionspolitikers Nemzow bei der Gedenkfeier knapp zwei Jahre nach der Ermordung | Bildquelle: dpa
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Anhänger des Oppositionspolitikers Nemzow bei der Gedenkfeier knapp zwei Jahre nach der Ermordung

Nemzow war in den 1990er-Jahren unter Präsident Boris Jelzin Gouverneur von Nischni Nowgorod und fungierte danach als stellvertretender Ministerpräsident. Später wurde er einer der energischsten Kritiker von Jelzins Nachfolger Putin.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Februar 2017 um 17:15 Uhr.

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