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[Bildunterschrift: Er trägt den Titel "Afrikanischer Künstler des Jahrhunderts": der senegalesische Sänger Youssou N'Dour. ]
Der international bekannte Sänger Youssou N'Dour darf am 26. Februar nicht bei der Präsidentenwahl im Senegal antreten. Das entschied das Verfassungsgericht in der Hauptstadt Dakar. Zur Begründung hieß es, N'Dour habe nicht die nötigen 10.000 Unterschriften von Unterstützern vorgelegt.
"Die Entscheidung, mich nicht mitmachen zu lassen, hatte nichts mit dem Gesetz zu tun. Es war eine politische Entscheidung, und wir werden mit einer politischen Entscheidung antworten", sagte N'Dour, ohne Details zu nennen. N'Dour hatte seine Kandidatur Anfang Januar als "höchste patriotische Pflicht" angekündigt. Offiziell hatte er seine Bewerbung um das höchste Staatsamt am Mittwoch beim Verfassungsgericht eingereicht.
Dagegen billigte das Gericht die erneute Kandidatur von Präsident Abdoulaye Wade. Der 85-jährige Wade hat bereits zwei Amtszeiten an der Spitze des westafrikanischen Staates hinter sich. Er war im Jahr 2000 für sieben und im Jahr 2007 für fünf Jahre gewählt worden. Da die Verfassung nur zwei Amtszeiten vorsieht, dürfte er eigentlich nicht mehr antreten. Bei einer Verfassungsänderung im Jahr 2008 wurde jedoch die siebenjährige Amtszeit wieder eingeführt.
Wades Anhänger argumentieren nun, dass Wade wegen der Neuregelung erneut kandidieren darf - sogar noch zweimal. "Ich habe die Verfassung geschrieben. Alleine. Niemand kennt sie besser als ich", sagte Wade am Donnerstag in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Dakaractu. "Ich kann rechtmäßig sogar 2019 wieder antreten." Neben Wade wurden 13 Kandidaten zur Präsidentschaftswahl zugelassen.
[Bildunterschrift: Nach der regierungsfreundlichen Entscheidung des Verfassungsgerichts kam es in Dakar zu Protesten Oppositioneller. ]
Am Dienstag hatte die Regierung ein fünftägiges Demonstrationsverbot ausgesprochen, um Unruhen zu vermeiden, wenn die Kandidaten bekannt gegeben werden. Die Opposition forderte jedoch ihre Anhänger auf, sich dem Verbot zu widersetzen. Die Behörden nahmen die Anordnung schließlich zurück.
Nach der Entscheidung gab es in Dakar gewaltsame Zusammenstöße zwischen der Polizei und überwiegend jugendlichen Oppositionsanhängern, die Autoreifen in Brand setzten und Steine auf die Beamten warfen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Demonstranten zurückzudrängen. Berichten lokaler Medien zufolge starb ein Polizist an einer Kopfverletzung.
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