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Die NATO will ab dem nächsten Jahr die Verantwortung für einzelne Gebiete in Afghanistan an die einheimischen Sicherheitskräfte übertragen.
[Bildunterschrift: Rasmussen geht auf die Forderungen vieler NATO-Länder ein und will Kontrolle schrittweise an die Afghanen übergeben. ]
Voraussetzung für diesen Schritt sei aber eine zuverlässige Regierung in Kabul, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in einem Interview in London. Dort war er mit dem britischen Premier Gordon Brown zusammengetroffen. "Der NATO-Generalsekretär und Premierminister Brown waren sich einig, dass wir im nächsten Jahr mit der Übergabe der Führungsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte beginnen können und sollten, wo es die Bedingungen erlauben", fügte ein NATO-Sprecher hinzu. Davon könnte nach Angaben aus der NATO auch die Bundeswehr betroffen sein, die mit bis zu 4500 Soldaten in Nordafghanistan das Oberkommando hat.
Rasmussen sagte, die NATO müsse mehr Kräfte und Mittel nach Afghanistan schicken, um die Ausbildung der afghanischen Soldaten und Polizisten zu stärken. Nach Einschätzung des Oberkommandierenden der Internationalen Afghanistan-Truppe (ISAF), Stanley McChrystal, müsste die NATO dafür 400.000 afghanische Soldaten und Polizisten ausbilden. Das ist mehr als doppelt so viel wie bisher geplant. Bereits jetzt hinken die Ausbildungsbemühungen der NATO und der EU aber hinter den Ansprüchen her.
Brown hatte am Dienstag bereits erklärt, die in der Provinz Helmand stationierten britischen Soldaten würden Mitte 2010 mit der Übertragung der Kontrolle über einzelne Bezirke an die einheimischen Sicherheitskräfte beginnen. Rasmussen brachte zudem eine Konferenz ins Gespräch, um "den Vertrag" zwischen Afghanistans Präsidenten Hamid Karsai und der internationalen Gemeinschaft "zu erneuern".
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