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Die Verbündeten der USA wollen mindestens 7000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken. Es lägen Angebote aus "mindestens 25 Ländern vor", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beim Außenministertreffen des Bündnisses. Er schloss nicht aus, dass sich diese Zahl noch erhöht.
Nach der von US-Präsident Barack Obama angekündigten Truppenaufstockung würden damit im Jahr 2010 mindestens 37.000 zusätzliche Soldaten entsendet. "Das ist tätige Solidarität, das wird eine machtvolle Wirkung haben", sagte Rasmussen.
Zu den genauen Zusagen der Länder äußerte sich Rasmussen nicht. Bekannt ist bislang, dass Italien 1.140 Soldaten schicken will, Georgien 920 und Polen 680. Großbritannien und Südkorea wollten ihre Kontingent um jeweils 500 Mann aufstocken, die Slowakei 250 Mann. Auch Albanien, Kroatien, Tschechien, Litauen, Portugal, Rumänien, die Türkei, Armenien, Australien, Finnland, Mazedonien, Schweden und die Ukraine sagten Verstärkungen zu.
Einige Länder wie zum Beispiel Deutschland bleiben allerdings noch vage: sie wollen sich erst nach der Afghanistan-Konferenz Ende Januar entscheiden. "Entscheidungen sind vorher aus unserer Sicht nicht geboten", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Eine Debatte über eine Verstärkung des Bundeswehrkontingents zum jetzigen Zeitpunkt lehnte er ab.
[Bildunterschrift: Welchen zusätzlichen Beitrag die Bundesregierung 2010 in Afghanistan leisten wird, ist noch nicht klar. ]
Rund 83.000 Soldaten tun derzeit in Afghanistan Dienst im Rahmen der NATO-geführten Schutztruppe ISAF. Schon jetzt stellen die USA mehr als die Hälfte davon. NATO-Sprecher James Appathurai hatte zuvor betont, dass das Bündnis keinen Ausstieg, sondern eine Strategie des geordneten Übergangs verfolge. "Wir werden nicht gehen, bevor wir unsere Ziele erreicht haben. Wir haben so viel eingesetzt, es gab so viele Opfer - wir werden nicht zusehen, wie das Land wieder zerfällt", sagte er.
Klares Ziel der ISAF sei es, die afghanische Armee und Polizei fit zu machen, damit diese wiederum das Leben der rund 24 Millionen Einwohner des Landes schützen. Dafür, so rechnet die ISAF-Spitze vor, müsse man insgesamt 480.000 afghanische Sicherheitskräfte ausbilden. Das sei mit den derzeit bereit gestellten Ausbildern nicht zu schaffen.
Daher will Deutschland verstärkt in die Ausbildung von Polizisten in Afghanistan investieren. Die Innenminister der Bundesländer beschlossen zum Abschluss ihrer Herbsttagung in Bremen, mehr Ausbilder in das Land zu schicken. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums steigt die Zahl der entsandten Ausbilder damit bis Mitte 2010 auf insgesamt 200.
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