NATO-Ministertreffen | Bildquelle: REUTERS

Vorbereitung für Krisenfälle NATO-Kommandozentrale nach Deutschland?

Stand: 14.02.2018 20:27 Uhr

Die NATO will in Krisenfällen schneller reagieren und dafür zwei Kommandozentren in Europa errichten. Eine könnte nach Deutschland kommen, bietet Verteidigungsministerin von der Leyen an.

Von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

Beim Versuch, sich fit für die Zukunft zu machen, tritt die NATO auch eine kleine Reise in die Vergangenheit an: Die Zahl und Ausstattung ihrer Kommando-Zentralen hatte sie nach Ende des Kalten Krieges deutlich heruntergeschraubt. Jetzt ist aus Sicht der Allianz wieder eine Aufstockung nötig.

Dabei wird auch die Bundeswehr helfen. Deutschland ist bereit, einen Logistik-Knotenpunkt aufzubauen, bestätigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Deutschland liegt nicht nur geografisch im Herzen Europas, sondern hat auch große Erfahrung beim Thema Logistik und Unterstützung."

In der Region Köln-Bonn kümmern sich bereits heute Logistik-Experten etwa um den Afghanistan-Einsatz. Deshalb zählt dieser Standort zu den Favoriten.

NATO plant zwei neue Kommandozentren in Europa
tagesschau 20:00 Uhr, 14.02.2018, Bettina Scharkus, ARD Brüssel

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Gerüstet sein für Krisenfälle

Nötig ist die neue Kommando-Zentrale aus NATO-Sicht deshalb, weil mit ihrer Hilfe im Krisenfall zügig Menschen und Material quer durch den Kontinent bewegt werden sollen. Kaum jemand verheimlicht, dass man sich damit für einen - derzeit allerdings als unwahrscheinlich eingestuften - Überraschungsangriff Russlands in Osteuropa wappnen will.

Deutschland übernimmt mit der Federführung für das neue Kommando auch den Löwenanteil der Kosten. Für die Bundesregierung hätte das den angenehmen Nebeneffekt, dass sie in der nun wieder anschwellenden Debatte über zu geringe Verteidigungsausgaben der Europäer im Vergleich zu den USA argumentieren kann: Wir schultern demnächst abermals mehr.

Deutschland hilft NATO mit neuer Kommando-Zentrale
Kai Küstner, ARD Brüssel
14.02.2018 22:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Februar 2018 um 20:00 Uhr.

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