Satellitenbild vom Hurrikan Nate | Bildquelle: AP

Starkregen befürchtet "Nate" erreicht US-Küste

Stand: 08.10.2017 11:17 Uhr

Der Sturm "Nate" ist im Süden der USA auf Land getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde erreichte der Sturm die Mississippi-Mündung. Erste Ausläufer hatten zuvor New Orleans erreicht. Die Stadt war 2005 durch Hurrikan "Katrina" schwer verwüstet worden.

Als dritter Hurrikan innerhalb von nur sechs Wochen hat "Nate" das US-Festland erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 140 Kilometern in der Stunde traf er als Hurrikan der schwächsten Kategorie eins östlich von New Orleans (Louisiana) nahe dem Mississippi-Delta auf die Küste am Golf von Mexiko. Das Sturmzentrum lag dabei nahe der Stadt Biloxi.

Inzwischen schwächte er sich ab und wird von Meteorologen nur noch als Tropensturm eingestuft. Dennoch drohen Starkregen und Überschwemmungen. Die Wetterexperten rechnen stellenweise mit bis zu 250 Litern Regen pro Quadratmeter. In Louisiana, Mississippi und Alabama und in drei Bezirken Floridas wurde bereits der Notstand ausgerufen.

Ausläufer des Hurrikans Nate an der US-Küste | Bildquelle: AP
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Ausläufer des Hurrikans "Nate" erreichten am späten Nachmittag die US-Küste.

Nicht so stark wie zunächst befürchtet

Die Behörden hatten dazu aufgerufen, "Nate" sehr ernst zu nehmen, obwohl er sich entgegen Befürchtungen nicht zu einem Hurrikan der Kategorie 2 verstärkt hatte. Die hohe Geschwindigkeit mit der er sich über das warme Wasser des Golfes fortbewegte, und der Einfluss trockener Luft verhinderten ein weiteres Erstarken.

Als größte Gefahr gelten weiter Sturmfluten: So hatten Meteorologen gewarnt, dass in manchen Küstenabschnitten mehr als drei Meter hohe Wellen an Land gepeitscht werden könnten. In New Orleans hatte Bürgermeister Mitch Landrieu vorsorglich vorübergehend eine Ausgangssperre verhängt. Da die Stadt sehr tief liegt, waren Überflutungen befürchtet worden.

Hoffnung auf Vorsichtsmaßnahmen

Die städtischen Behörden äußerten sich aber zugleich optimistisch, dass die Pump-Anlagen die etwaigen Wassermengen bewältigen würden. Vorsorglich wurden aber Gebiete außerhalb der Deichanlagen und Fluttore um New Orleans evakuiert. 2005 hatte "Katrinas" Wucht zu katastrophalen Dammbrüchen geführt. Insgesamt waren damals an der Golfküste 1800 Menschen durch den Sturm ums Leben gekommen.

Durch "Nate" waren vor seiner Ankunft in den USA in Mittelamerika mindestens 26 Menschen getötet worden. Dutzende Menschen werden noch vermisst. Der Sturm verursachte in Costa Rica, Nicaragua und Honduras starken Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt.

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