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Konflikt um Siedlung in E1-Zone
Israel räumt palästinensisches Protestcamp
Israelische Sicherheitskräfte haben ein palästinensisches Zeltlager in der sogenannten Zone E1 im Westjordanland geräumt. Mit dem Lager wollten etwa 200 palästinensische Aktivisten gegen den Bau einer höchst umstrittenen jüdischen Siedlung in der Zone protestieren.
Zelte bleiben nach Gerichtsentscheidung stehen
Nach Angaben der israelischen Polizei beteiligten sich hunderte Polizisten und Grenzsoldaten an der von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angeordneten Zwangsräumung. Die Aktion sei gewaltfrei verlaufen. Diejenigen Palästinenser, die nicht freiwillig das Gebiet verlassen hätten, seien weggetragen worden.
Die Zelte wurden nicht abgebaut, nachdem das Oberste Gericht in Israel am Freitag geurteilt hatte, dass das Zeltlager zunächst für sechs weitere Tage stehen bleiben darf. Nach Auffassung der israelischen Regierung ist die Verbannung der Demonstranten von dem Gelände aber dennoch rechtens.
Israelische Sicherheitskräfte räumen Zeltlager von Palästinensern
tagesschau 09:05 Uhr, 13.01.2013
Palästinensische Aktivisten kopieren Strategie jüdischer Siedler
Die Zone E1 liegt im Westjordanland zwischen Ost-Jerusalem und der jüdischen Siedlung Maale Adumim. Die Palästinenser befürchten, eine israelische Besiedlung von E1 würde das Westjordanland faktisch nahezu in Norden und Süden aufteilen und den Zugang nach Ost-Jerusalem erschweren.
Die israelische Regierung unter Premier Netanjahu hatte im November Pläne zum Bau der neuen Siedlung in der Zone E1 angekündigt. Sie reagierte damit auf die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat. Dafür war Israel auch von befreundeten Staaten scharf kritisiert worden, darunter auch von Deutschland.
Mit ihrem Zeltcamp in der umstrittenen Zone E1 kopierten die palästinensischen Aktivisten die Strategien jüdischer Siedler, die oftmals mit illegalen Außenposten auf palästinensischem Boden vollendete Tatsachen schaffen.
Stand: 13.01.2013 04:48 Uhr
