Aufruf zu "Tag des Zorns" in Nahost "Mit schweren Unruhen zu rechnen"

Stand: 16.10.2015 11:30 Uhr

Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, hat Israel den Zugang zum Tempelberg beschränkt. Doch nicht nur dort ist mit neuer Gewalt zu rechnen. Dabei spielen auch falsche Gerüchte eine Rolle, wie ARD-Korrespondent Richard C. Schneider erläutert.

Zum Freitagsgebet auf den Tempelberg dürfen heute nur Muslime, die älter als 40 Jahre sind. Die israelischen Sicherheitsbehörden wollen damit schwere Krawalle nach dem Freitagsgebet verhindern. Diese werden befürchtet, weil von palästinensischer Seite zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen wurde.

Mit einem baldigen Treffen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rechnet Schneider nicht. An der politischen Situation und den jeweiligen Bedingungen für Gespräche hätte auch die neue Gewalt nichts fundamental verändert.

Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv, zur Gewalt im Nahen Osten
tagesschau24 10:00 Uhr, 16.10.2015

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