Justin Trudeau von der Liberalen Partei wird Kanadas neuer Premierminister.

Von Trump kritisiertes Freihandelsabkommen Kanada zu Gesprächen über NAFTA bereit

Stand: 11.11.2016 09:36 Uhr

"Der schlimmste jemals unterzeichnete Handelsvertrag" - so hatte Donald Trump im Wahlkampf das NAFTA-Abkommen mit Kanada und Mexiko bezeichnet. Nun zeigt sich die Regierung in Ottawa tatsächlich bereit, den Vertrag neu zu verhandeln.

Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau hat dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump angeboten, das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln. "Wenn die Amerikaner über NAFTA sprechen wollen, werde ich das gerne tun", sagte Trudeau laut einem Bericht der Zeitung "The Globe and Mail". Allerdings fügte er hinzu, die Vorteile von Handelsabkommen müssten bewahrt blieben.

Trump hatte NAFTA im Wahlkampf als "den schlimmsten jemals unterzeichneten Handelsvertrag" bezeichnet. Darum wolle er die Vereinbarung neu verhandeln oder sogar aufkündigen, sollte er von den Vertragspartnern Kanada und Mexiko keine besseren Konditionen erhalten.

75 Prozent aller kanadischen Exporte gehen in die USA

Mit dem NAFTA-Abkommen waren 1994 die Zölle zwischen den USA, Kanada und Mexiko quasi abgeschafft worden. Auch deshalb gehen satte drei Viertel aller kanadischen Exporte in die USA. Zum Vergleich: Die Ausfuhren in die EU machen nur 7,5 Prozent der Exporte aus.

Am Donnerstag hatte es auch schon aus der mexikanischen Regierung geheißen, man sei bereit, über NAFTA zu verhandeln.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. November 2016 in den Nachrichten.

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