Karen Handel feiert in Georgia ihren Sieg. | Bildquelle: REUTERS

Nachwahlen in den USA Republikaner triumphieren

Stand: 21.06.2017 08:42 Uhr

Der Wahlkampf war einer der teuersten dieser Art in der US-Geschichte: Weil zwei Abgeordnetenmandate im US-Kongress frei geworden waren, gab es in den Bundesstaaten Georgia und South Carolina Nachwahlen. Diese haben die Republikaner für sich entschieden.

Die republikanische Partei hat bei Nachwahlen um Abgeordnetenmandate zwei Sitze im Kongress verteidigen können. In den US-Staaten Georgia und South Carolina, die traditionell als republikanisch geprägt gelten, konnten sich die Kandidaten der Regierungspartei von US-Präsident Donald Trump gegen demokratische Gegner durchsetzen. Trump lobte den Ausgang der Wahlen.

Nach ersten Hochrechnungen gewann Karen Handel in Georgia mit rund 53 Prozent vor dem demokratischen Mitbewerber Jon Ossoff, der 47 Prozent der Stimmen erhielt. Der Wahlkampf dort war einer der teuersten der US-Geschichte: Republikaner und Demokraten gaben zusammen die Rekordsumme von mindestens 57 Millionen Dollar aus - und damit fast doppelt soviel wie die bisherige Höchstmarke. In South Carolina gewann Ralph Norman.

Stimmungstest für Trump

Die Nachwahl wurde in Washington mit Aufmerksamkeit verfolgt, da sie als Stimmungstest für die bisherige Arbeit der Trump-Regierung gesehen wurde. Der Sitz im Kongress für Georgia war frei geworden, weil Tom Price als Gesundheitsminister in das Trump-Kabinett berufen worden war. In South Carolina hatte Mick Mulvaney sein Amt aufgegeben, nachdem er für Trump Haushaltsdirektor im Weißen Haus wurde.

Ralph Norman feiert in South Carolina seinen Sieg. | Bildquelle: dpa
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Ralph Norman: Republikaner feiern Sieg in South Carolina.

Anhänger rufen "Trump!"

Die Gewinnerin in Georgia bedankte sich überschwänglich bei Trump: "Ein besonderer Dank an den Präsidenten der USA", sagte Handel während ihre Anhänger "Trump!" riefen. Die 55-Jährige war zuvor für einige Jahre Staatssekretärin Georgias. Ihr Fokus im Kongress liege nun darauf, das von den Republikanern entworfene Gesundheitsgesetz durchzubringen und sich für Steuersenkungen einzusetzen, sagte Handel.

Demokrat Ossoff sagte, seine Unterstützer seien für ihn während des Wahlkampfes ein "Leuchtfeuer der Hoffnung" gewesen. Der Kampf gehe weiter. Die Demokraten hoffen, bei den Zwischenwahlen 2018 Sitze im Kongress hinzugewinnen zu können. Die Partei benötigt 24 Sitze, die bisher in republikanischer Hand sind, um wieder die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer zu erlangen.

Nachwahl-Erfolge für Republikaner
M. Ganslmeier, ARD Washington
21.06.2017 09:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juni 2017 um 06:00 Uhr

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