Rettungskräfte spenden sich Trost nach einem erneuten Erdbeben in Mexiko | Bildquelle: AFP

Nachbeben der Stärke 6,1 Erdbeben erschüttert erneut Mexiko

Stand: 23.09.2017 15:57 Uhr

Mexiko ist von einem Nachbeben der Stärke 6,1 erschüttert worden. Das meldete das nationale Seismologische Institut. Am Dienstag hatte sich bereits ein heftiges Erdbeben im Zentrum Mexikos ereignet, bei dem mehr als 300 Menschen ums Leben kamen.

Erneut hat ein Erdbeben in Mexiko dafür gesorgt, dass Gebäude wackelten und Menschen auf die Straßen rannten. Das Zentrum lag nach Angaben des Leiters der Zivilschutzbehörde, Luis Felipe Puente, nahe der Stadt Union Hidlago im Süden im Bundesstaat Oaxaca.

Eine Bewohnerin von Juchitán in Oaxaca sagte, dass sich das neue Beben schrecklich angefühlt habe. "Häuser, die noch standen, fielen einfach zusammen. Es ist hart. Wir sind alle in den Straßen", sagte sie.

Neue Erdstöße erschüttern Mexiko
tagesschau 20:00 Uhr, 23.09.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko

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Alarm in Mexiko-Stadt

In der Millionenmetropole Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Es soll aber nach ersten Erkenntnissen des Zivilschutzes keine größeren Schäden gegeben haben.

Auch der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera, sagte, es gebe keine Berichte über erhebliche neue Schäden in der Hauptstadt. Zwei Personen seien während des neuen Bebens offenbar an Herzinfarkten gestorben.

Soldaten und Rettungskräfte stehen versammelt nach einem Erdbeben in Mexiko-Stadt, Mexiko. | Bildquelle: REUTERS
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Seit Dienstag versuchen Helfer und Rettungskräfte in Mexiko-Stadt, noch Überlebende zu finden.

Suche nach Überlebenden unterbrochen

Das jetzige Beben war wesentlich schwächer als das Erdbeben der Stärke 7,1, das sich am Dienstag ereignet hatte und mehr als 300 Menschen das Leben kostete. Der Zivilschutz ordnete eine Unterbrechung aller Rettungsarbeiten an, damit die Einsatzkräfte nicht gefährdet werden. Dutzende Menschen werden noch vermisst.

Mexiko liegt in einer Gefahrenzone

Mexiko liegt in einer der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Regionen. Das hängt mit der Lage am Pazifischen Feuerring zusammen, einer hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Sie wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht.

Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, was immer wieder die Erde beben lässt. Zwar wurden in Mexiko viele Bauvorschriften verschärft und Katastrophenpläne verbessert, aber einen vollkommenen Schutz gegen die Kraft der Natur gibt es nicht.

Cocosplatte sorgt für Erdbeben
tagesschau 17:00 Uhr, 20.09.2017, Katharina Adick, WDR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. September 2017 um 17:00 Uhr.

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