Donald Trump | Bildquelle: AFP

Nach Comey-Aussage Trump fühlt sich "voll rehabilitiert"

Stand: 09.06.2017 17:30 Uhr

US-Präsident Trump hat sich erstmals zu den Äußerungen des Ex-FBI-Chefs Comey geäußert - über Twitter. Comey sei ein "Leaker", er selbst hingegen sei nun vollständig rehabilitiert. Die amerikanische Bevölkerung ist gespalten.

Von Andreas Horchler, ARD-Studio Washington

Nach einer längeren Pause meldete sich Präsident Trump im Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort. Die Darstellungen des entlassenen FBI-Direktors James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats deutete er so: "Trotz der vielen falschen Statements und Lügen, volle Rehabilitation...und WOW, Comey ist ein Leaker."

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Despite so many false statements and lies, total and complete vindication...and WOW, Comey is a leaker!

Der entlassene Comey hatte vor dem Ausschuss angegeben, Teile seiner Gesprächsprotokolle von Unterredungen mit dem Präsidenten über einen Freund einem Journalisten zugespielt zu haben. Er habe damit erreichen wollen, dass ein Sonderermittler eingesetzt wird, so Comey.

Reaktionen nach Comey-Aussage
tagesschau 20:00 Uhr, 09.06.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Trump-Anwalt will gegen Comey vorgehen

Den gibt es inzwischen: Robert Mueller, Comeys Vorgänger beim FBI, leitet die unabhängigen Nachforschungen. Aber der Anwalt des US-Präsidenten deutet nun auch an, wegen der Weitergabe der Informationen rechtlich gegen Comey vorgehen zu wollen.

US-Demokraten und weite Teile der Bevölkerung sehen Trump in der Krise. Trump belog Comey nach dessen Aussagen und forderte ein Ende der Ermittlungen gegen den kurzzeitigen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn. Es sei sein Eindruck, dass er wegen der Russlandermittlungen gefeuert wurde, so Comey vor den US-Senatoren. Das könnte den Tatbestand der Justizbehinderungen erfüllen, glauben viele Demokraten.

Mehr Wunsch als Anordnung?

Die Linie der US-Republikaner: Trump ist ein Politneuling. "Ich hoffe, sie können das einstellen", habe Trump lediglich gesagt. Für den Republikanischen Senator Jim Risch eher ein harmloser Wunsch als eine Anordnung. Für konservative Amerikaner noch wichtiger: Das Statement von Trumps Anwalt Marc Kasowitz: "Es gab im Zusammenhang mit der Untersuchung russischer Einflussnahme keine Ermittlungen gegen den Präsidenten."

Schon am Tag nach der detailreichen Comey-Aussage steht für die Unterstützer des US-Präsidenten fest: Trump ist entlastet.

"Gipfel einer Hexenjagd"

Der konservativen Radiotalker Andrew Wilkow geht noch weiter: "Sie suchten nach dieser Sache, diesem Ding, das Donald Trump zu Fall bringt. Das begann doch schon mit seiner Nominierung. Und es ist einfach nicht da!"

Für die rechte Nachrichtenseite Breitbart geht es mehr um die angeblich illegalen Veröffentlichungen Comeys als um Trumps Gespräche mit dem gefeuerten FBI Chef. Der konservative TV-Sender Fox News zitiert Präsidentensohn Donald Trump Junior: Die Comey-Anhörung sei der Gipfel einer Hexenjagd gewesen, hatte der gesagt. Einer Hexenjagd, die aus Sicht des Präsidenten und der überwiegenden Mehrzahl seiner Anhänger keine Substanz hat.

Nach Comey-Aussage: Trump und Konservative sehen sich bestätigt
A. Horchler, ARD Washington
09.06.2017 17:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juni 2017 um 17:00 Uhr.

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