Mindestens 16 Tote

Müllberg-Katastrophe in Sri Lanka

Stand: 15.04.2017 12:56 Uhr

Beim Einsturz einer riesigen Mülldeponie sind in Sri Lanka mehrere Menschen ums Leben gekommen. Aufgrund einer Säuberungskampagne in der Hauptstadt Colombo war der Müllberg in den vergangenen Jahren enorm gewachsen.

In Sri Lanka ist eine riesige Müllhalde eingestürzt. Mindestens 16 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach Angaben der Polizei sind auch Kinder unter den Opfern. Mehrere Menschen wurden verletzt. Mehrere hundert Soldaten durchkämmen das Gebiet und die Schuttmassen, um nach Vermissten zu suchen. "Wir erwarten, dass noch mehr Opfer gebracht werden", sagte eine Krankenhaussprecherin.

145 Hütten und Häuser wurden unter den Müllmassen begraben. Mindestens 625 Bewohner sind deshalb nun obdachlos. Sie wurden notdürftig in einer Schule untergebracht. Der am Stadtrand von Colombo auf 90 Meter aufgehäufte Müll war am Freitag nach starken Regenfällen ins Rutschen gekommen.

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Müll-Lawine in Sri Lanka begräbt Menschen unter sich (unkommentiertes Material)

15.04.2017

Säuberungskampagne hat Müllberg wachsen lassen

Der Müllberg war in den vergangenen Jahren enorm gewachsen, da die Behörden der Hauptstadt eine Kampagne zur Säuberung Colombos angeordnet hatten. Anwohner hatten gegen die Müllkippe protestiert, weil sie um ihre Gesundheit fürchteten.

Die Müllkippe wächst täglich um rund 800 Tonnen Müll, insgesamt sollen dort etwa 23 Millionen Tonnen Abfall gelagert sein. Gesundheitsexperten warnen seit langem vor den Gefahren, auch das srilankische Parlament hatte kürzlich die Schließung verlangt. Den Behörden liegen Pläne zum Bau eines Kraftwerks vor, um aus der Verbrennung des Mülls Energie zu gewinnen.