Paul Manafort auf dem Weg zum FBI-Büro in Washington | Bildquelle: REUTERS

Trumps Ex-Wahlkampfchef Weitere Anklagen gegen Manafort

Stand: 23.02.2018 04:17 Uhr

Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Kreditbetrug: US-Sonderermittler Mueller hat weitere Anklagepunkte gegen Trumps früheren Wahlkampfmanager Manafort vorgelegt.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

US-Sonderermittler Robert Mueller erhöht den Druck auf Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort und dessen Geschäftspartner Rick Gates. Schon im Herbst hatte Mueller die beiden ehemaligen Trump-Mitarbeiter in zwölf Punkten angeklagt.

Nun legte der Sonderermittler eine fast 40-seitige Anklageschrift vor, die 32 Punkte umfasst: darunter Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen Dollar, Steuerhinterziehung über einen Zeitraum von zehn Jahren und Kreditbetrug.

Die Gelder stammen unter anderem aus Manaforts Beratertätigkeit für den pro-russischen Ex-Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch. Sie sollen über Offshore-Konten auf Zypern, in der Karibik und den Seychellen in die USA geflossen sein.

Aufforderung zur Kooperation

Auch wenn die Vorwürfe nicht in direktem Zusammenhang zur Wahlkampagne von Donald Trump stehen, deuten Rechtsexperten das Vorgehen von Sonderermittler Mueller als deutliche Aufforderung: "Entweder ihr kooperiert und rückt euer Wissen heraus oder ihr verschwindet für Jahrzehnte im Gefängnis!"

Angesichts der Vielzahl der Anklagepunkte würde der 68-jährige Manafort im Falle einer Verurteilung wohl kaum mehr vor seinem Tod das Gefängnis verlassen können. Auch der 45-jährige Familienvater Rick Gates müsste sich auf eine jahrzehntelange Haftstrafe gefasst machen. Insofern erwarten Rechtsexperten, dass sich Manafort und Gates schon bald bereit zeigen, stärker als bisher mit dem Sonderermittler zu kooperieren.

Weitere Anklagepunkte gegen Manafort und Gates
Martin Ganslmeier, ARD Washington
23.02.2018 09:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Februar 2018 um 06:30 Uhr.

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