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Büffelmozarella mit Keramikteilchen verunreinigt

Mit freundlicher Unterstützung der Camorra

Im Zuge von Ermittlungen gegen die Mafia hat Italiens Polizei den größten Produzenten von Büffelmozzarella des Landes festgenommen. Er soll seit Jahren von der Camorra abhängig sein. In dem Käse der Molkerei-Gruppe sollen sich zudem Keramikteilchen befunden haben.

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom

Dieser Käse stinkt. Am Morgen kamen Spezialeinheiten der Polizei zum Mozarellaproduzenten Giuseppe Mandara bei Neapel und beschlagnahmten nicht nur das Betriebsvermögen. Auch der von Mandara produzierte Büffelmozzarella wurde aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Kleine Keramikteilchen sollen sich in den weißen Käseballen befinden.

Staatsanwalt Federico Cafiero de Raho erklärte: "Weil eine Maschine kaputt gegangen ist, sind Keramikteilchen in den Mozzarella gekommen. Die Beschlagnahmung am Morgen des Verkaufstages hat verhindert, dass diese Produkte so auf den Markt gekommen sind."

Keramikteilchen im Büffelmozzarella gefunden
T. Kleinjung, ARD Rom
17.07.2012 20:26 Uhr

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Abhängig von der Camorra

Die Verbraucher dürften dennoch beunruhigt sein. Denn die Mandara-Gruppe ist einer der größten Mozzarellaproduzenten auf dem Weltmarkt und beliefert unter anderem große Handelsketten in Europa, den USA und Japan. Etwa 78.000 Stück Büffelmozzarella stellt die Käserei täglich her und beschäftigt rund 180 Mitarbeiter.

Büffelmozzarella-Herstellung in Caserta, nahe Neapel (Archivfoto von 2006)
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Büffelmozzarella-Herstellung

Auf die Spur dieses Lebensmittelskandals kamen die Ermittler, weil sie schon länger gegen Giuseppe Mandara ermitteln. Der selbsternannte "Armani des Mozzarella" stand im Verdacht, Kontakte zum Camorra-Clan der Casalesi unterhalten zu haben. Dieser Verdacht hat sich in den Ermittlungen bestätigt, sagt  Maurizio Vallone von der Antimafia Direktion des italienischen Innenministeriums. Mandara war demnach seit Jahrzehnten von den Geldern der Camorra abhängig. "Das Unternehmen war scheinbar gesund, ein Marktführer", erklärte Vallone. Es sei aber von den Geldern des Clans der Casalesi gesteuert worden.

Auf die Milch kommt es an...

Schon wieder ein Lebensmittelskandal aus Italien, schon wieder geht es um den Mozzarella, den berühmten Büffelmozarella aus der Gegend um Neapel. Vor Jahren fand man in den weißen Käsebällchen Dioxinrückstände.

Dabei wäre es, sagt Hersteller Roberto Battaglia, so einfach einen guten Büffelmozzarella herzustellen. "Der Rohstoff, die Milch unserer Büffel, das ist das Geheimnis. Dann kommt die Leidenschaft und der Wille für eine Arbeit hinzu, die äußerst schwierig ist - aber hauptsächlich kommt es auf die Büffelmilch an."

Stand: 17.07.2012 20:17 Uhr

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