Der Himalaya mit dem Mount Everest (Aufnahme vom 03.04.2013)

Gipfel durch Erdbeben verschoben Neue Koordinaten für den Everest

Stand: 16.06.2015 11:57 Uhr

Der Gipfel des Mount Everest ist vom schweren Erdbeben im April offenbar verschoben worden. Laut Medienberichten ist der Berg um drei Zentimeter nach Südwesten gewandert. Seit der Katastrophe ist der höchste Berg der Welt für Alpin-Touristen gesperrt.

Durch das schwere Erdbeben im Himalaya hat sich der Gipfel des höchsten Berges der Welt verschoben. Nach übereinstimmenden Informationen der amtlichen chinesischen Zeitung "China Daily" und von US-Geologen ist die Spitze des Mount Everest um drei Zentimeter nach Südwesten gewandert. Zuvor hatte bereits das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt über Verschiebungen berichtet.

Verschiebung durch Erdbeben

Damit hat der Mount Everest offenbar seine Richtung geändert: Laut "China Daily" ist der Berg in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 40 Zentimeter nach Nordosten gerückt - in einer Geschwindigkeit von etwa vier Zentimetern pro Jahr.

Auch das dicht besiedelte Kathmandu-Tal rund 80 Kilometer südöstlich des Epizentrums wurde durch die Wucht der Erdstöße verschoben: laut Wissenschaftlern um fast zwei Meter. Die Hauptstadt Kathmandu sei um anderthalb Meter nach Süden verschoben und um einen Meter angehoben worden, sagte der Chef der wissenschaftlichen Abteilung im nepalesischen Land- und Bodenministerium, Madhu Sudan Adhikari.

Bei dem Beben waren allein in Nepal mehr als 8700 Menschen gestorben. Die Erdstöße hatten zudem mehrere Lawinen ausgelöst. Durch eine war das Basislager am Mount Everest zerstört worden. 18 Menschen starben dabei.

1/24

60 Jahre Besteigung des Mount Everest

Mount Everest

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde. Seitdem er am 29. Mai 1953 zum ersten Mal bestiegen wurde, ist der Berg der Schauplatz zahlreicher Rekorde und Premieren.

In diesem Jahr war kein Tourist auf dem Berg

Seit der Katastrophe ist der Mount Everest gesperrt. Zum ersten Mal seit 41 Jahren erlebte der 8848 Meter hohe Berg eine Saison ohne Gipfelerfolg. Für Nepal ist der ausbleibende Alpin-Tourismus ein wirtschaftliches Problem. Die Regierung verdient mit jedem Bergsteiger rund 11.000 US-Dollar. Insgesamt sind das mehr als drei Millionen pro Jahr. Auch Sherpas, Träger und Teehaus-Besitzer entlang der Wege leben von den Touristen.

Darstellung: