Satellitenbild von der zerstörten Moschee in Mossul | Bildquelle: AFP

Kampf um Mossul IS sprengt symbolträchtiges Minarett

Stand: 22.06.2017 01:08 Uhr

Der IS hat laut irakischer Armee das schiefe Minarett in Mossul gesprengt. In der dazugehörigen Al-Nuri-Moschee war IS-Anführer al-Bagdadi 2014 zum einzigen Mal öffentlich aufgetreten. Die Terrormiliz macht dagegen die USA für die Zerstörung des Minaretts verantwortlich.

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat das schiefe Minarett der umkämpften Stadt Mossul gesprengt. Die irakische Armee erklärte, auch die dazu gehörende Al-Nuri-Moschee liege in Trümmern. Das ist aus einem besonderen Grund bemerkenswert: In dem Gotteshaus war IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 zum einzigen Mal öffentlich aufgetreten und hatte seine Anhänger aufgerufen, in den Dschihad zu ziehen.

Ein Armeeführer teilte weiter mit, die irakischen Kräfte seien tief in die Altstadt der ehemaligen IS-Hochburg Mossul vorgerückt. Als sie an der Moschee ankamen, hätten sie die Zerstörung bemerkt. Der Armeevertreter sprach von einem "historischen Verbrechen". Die vollständige Rückeroberung der Stadt sei aber nicht mehr fern.

IS sprengt das schiefe Minarett in Mossul
tagesschau 12:00 Uhr, 22.06.2017, Alexander Stein, ARD Kairo

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IS beschuldigt USA

Die IS-Miliz erklärte dagegen, die Moschee aus dem 12. Jahrhundert und ihr Minarett seien bei einem Luftangriff der USA in Schutt und Asche gelegt worden. Die US-geführte Koalition widersprach umgehend: Man habe die Gegend um die Moschee nicht bombardiert, erklärte ein Sprecher.

Nach Auffassung der irakischen Regierung räumte der IS mit der Sprengung des schiefen Minaretts seine Niederlage ein. "Das ist eine offizielle Niederlageerklärung", erklärte Regierungschef Haider al-Abadi.

Die Terrormiliz ist für ihre Zerstörungswut bekannt. In den vergangenen Jahren machte der IS eine ganze Reihe archäologischer und religiöser Stätten im Irak und in Syrien dem Erdboden gleich, darunter auch in der zum Weltkulturerbe zählenden Oasenstadt Palmyra in Syrien.

Letzte IS-Hochburg im Irak

Die irakischen Truppen hatten am Wochenende mit dem Sturm auf die Altstadt von Mossul begonnen. Der Stadtbezirk ist die letzte große Hochburg der Terrormiliz im Irak. Die Rückeroberung der dicht besiedelten Altstadt aus den Händen des IS gilt wegen der Enge des Viertels und der vielen dort festsitzenden Zivilisten als besonders schwierig. Die Einnahme der Altstadt ist aber entscheidend für die Regierungstruppen bei der Rückeroberung der gesamten Stadt.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 21. Juni 2017 um 21:45 Uhr.

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