Die irakische Armee rückt weiter in Mossul vor.  | Bildquelle: dpa

Kampf gegen den IS Militärische Fortschritte in Mossul

Stand: 11.01.2017 14:06 Uhr


Die irakische Armee vermeldet Fortschritte im Kampf gegen den IS. Sie hat in den vergangenen Tagen Territorialgewinne in der IS-Hochburg Mossul erzielt. So konnten irakische Elitesoldaten am Sonntag erstmals das Ostufer des Tigris erreichen, der die Stadt teilt. In der Umgebung des Flusses liefern sie sich weiter Gefechte mit Kämpfern des "Islamischen Staates". Umkämpft sind derzeit die Viertel Sadik und Hadba.

Die von den USA unterstützte Offensive gegen die letzte IS-Hochburg im Irak begann im Oktober. Ein Fall von Mossul könnte Experten zufolge das Ende des sogenannten IS-Kalifates im Irak einläuten, das sich aber auch über Gebiete im benachbarten Syrien erstreckt.

Bundeswehr-Mission soll verlängert werden

An der Mossul-Offensive sind rund 100.000 irakische Soldaten, schiitische Milizen und kurdische Kämpfer beteiligt. Bei der Ausbildung der Peschmerga helfen derzeit knapp 150 deutsche Soldaten. Das Bundeskabinett hat die Verlängerung dieses Ausbildungseinsatzes im Nordirak beschlossen. Künftig will die Bundeswehr auch verstärkt irakische Soldaten trainieren.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in den vergangenen Wochen durchschnittlich 1000 Menschen pro Tag aus Mossul geflohen. Insgesamt haben 135.500 seit Mitte Oktober die Stadt verlassen, so der Sprecher des UN-Nothilfebüros Ocha.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Januar 2017 um 07:49 Uhr

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