FSB nimmt Verdächtige fest Offenbar Anschläge in Moskau vereitelt

Stand: 25.05.2017 16:33 Uhr

Russische Sicherheitsbehörden haben vier mutmaßliche Islamisten festgenommen, die Anschläge auf den Nahverkehr in Moskau geplant haben sollen. In einer Wohnung fand sich ein Sprengstofflabor. Die Nachricht weckt Erinnerungen an das Attentat auf die St. Petersburger Metro.

Ein Zug hält an einer Moskauer U-Bahn-Station | Bildquelle: AFP
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Der öffentliche Nahverkehr in Moskau soll nach FSB-Angaben Anschlagsziel der jetzt festgenommenen mutmaßlichen Islamisten gewesen sein.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben vier Mitglieder einer Terroristengruppe mit Verbindungen zur IS-Terrormiliz festgenommen. Die Männer sollen Anschläge auf öffentliche Verkehrsmittel in Moskau geplant haben. Die Festgenommenen stammen laut FSB aus Russland und Zentralasien. Sie sollen von Syrien aus gelenkt worden sein und geplant haben, nach den Anschlägen nach Syrien auszureisen.

Bei der Durchsuchung der Wohnungen wurde nach FSB-Angaben ein Labor zur Herstellung von Sprengstoff entdeckt - darin fanden sich unter anderem ein fertiger Sprengsatz sowie Schusswaffen samt Munition, Granaten und Propagandamaterial.

Anschlag auf St. Petersburger Metro

Seit dem Bombenanschlag in der U-Bahn von St. Petersburg Anfang April mit 15 Toten haben die russischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt und Dutzende Terrorverdächtige festgenommen. Viele von ihnen stammen aus den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien.

Zu dem Attentat in St. Petersburg bekannte sich nach Angaben von Anti-Terror-Experten eine eher unbekannte Gruppierung mit mutmaßlichen Verbindungen zum islamistischen Terrornetzwerk Al-Kaida.

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