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Nach dem Rücktritt von Monti
Italiens Präsident Napolitano löst Parlament auf
Der italienische Präsident Giorgio Napolitano hat das Parlament in Rom aufgelöst. Napolitanos Entscheidung folgte auf die Rücktrittserklärung von Ministerpräsident Mario Monti vom Freitag. Damit ist der Weg für Neuwahlen frei. Als Wahltermin legte das Kabinett den 24. und 25. Februar fest. Ursprünglich hatte im März oder April gewählt werden sollen.
Napolitano löste beide Parlamentskammern auf. Er bedauerte, dass nunmehr "ein bisschen früher als vorgesehen" Neuwahlen erforderlich werden. Im Laufe des Tages hatte Napolitano mit führenden Parteivertretern über die Schritte zu Neuwahlen beraten.
Was macht Monti?
Bei den Krisengesprächen im Präsidentenpalast war es auch um die politische Zukunft des parteilosen Reformers Monti gegangen. Der 69-Jährige könnte an der Spitze einer Koalition der Mitte ins Rennen gehen und somit gegen seinen Vorgänger Silvio Berlusconi sowie gegen die Mitte-Links-Kräfte antreten. Monti will sich heute öffentlich äußern.
Der Wirtschaftsprofessor Monti hatte am Freitagabend nach 13 Monaten im Amt seinen Rücktritt erklärt. Für seine Reformpolitik, mit der er das Euro-Land aus der Schuldenkrise führen wollte, fehle ihm die Mehrheit, sagte er. Berlusconis PdL hatte ihm zuvor die Unterstützung entzogen. Berlusconis zerstrittene Partei liegt in Umfragen seit langem nur noch an dritter Stelle. Am stärksten ist danach mit Abstand die Demokratische Partei von Pier Luigi Bersani.
Nach dem Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Monti
S. Troendle, ARD Rom
22.12.2012 07:48 Uhr
Stand: 23.12.2012 00:07 Uhr
