Demonstranten protestieren in Montenegros ehemaliger Hauptstadt Cetinje gegen den Beitritt zur NATO. | Bildquelle: AFP

Neue Mitgliedschaft Montenegro stimmt für NATO-Beitritt

Stand: 28.04.2017 18:54 Uhr

Das Parlament in Montenegro hat dem Beitritt der früheren jugoslawischen Republik zur NATO zugestimmt. Es ratifizierte den Mitgliedschaftsvertrag mit der westlichen Allianz. Die Beziehungen zu Russland werden damit einmal mehr belastet.

Montenegro hat einen großen Schritt zur NATO-Mitgliedschaft getan. Das Parlament des Landes hat für den Beitritt des Landes zur NATO gestimmt. 46 von 81 Abgeordneten votierten in der einstigen Hauptstadt Cetinje für die Aufnahme in das Militärbündnis. Ministerpräsident Dusko Markovic sagte, der Beitritt werde einen "positiven Effekt auf die Stabilisierung der regionalen Situation" haben.

Proteste der Opposition

Rund 200 Anhänger der pro-russischen Opposition protestierten gegen den Beitritt. Sie riefen "Diebe" und "Verräter", als die Abgeordneten das Gebäude betraten. Bis auf zwei haben alle 28 NATO-Mitgliedstaaten den Beitritt Montenegros bereits ratifiziert. Er soll im Mai erfolgen. Damit wäre das Bündnis an der gesamten Adriaküste präsent.

Der Beitritt stellt eine weitere Belastung der Beziehungen zu Russland dar. Der russische Staatschef Wladmir Putin betrachtete Montenegro über viele Jahre hinweg als Land, das zur russischen Einflusssphäre gehört. In dem Land leben rund 620.000 Menschen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. April 2017 um 20:00 Uhr.

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