Igor Dodon | Bildquelle: AP

Präsidentschaftswahl in Moldau Prorussischer Sozialist beansprucht Sieg

Stand: 14.11.2016 05:37 Uhr

Die frühere Sowjetrepublik Moldau steht vor einem politischen Richtungswechsel: Sieger der Präsidentschaftswahl ist der Sozialist Dodon, der die Hinwendung seines Landes an die EU aufgeben und Moldau wieder enger an Russland binden will.

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Republik Moldau ist ein Sieg des russlandfreundlichen Kandidaten Igor Dodon so gut wie sicher. Nach der Auszählung fast aller Stimmen liege der Sozialist mit rund 54 Prozent in Führung, teilte die Wahlkommission in der Hauptstadt Chisinau mit. Der prowestliche Politikerin Maia Sandu erhielt demnach rund 46 Prozent.

Pro-russischer Dodon gewinnt Präsidentschaftswahl in der Republik Moldau
tagesschau 12:00 Uhr, 14.11.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Dodon beanspruchte den Sieg noch vor Ende der Auszählung für sich. Seine Konkurrentin Sandu habe verloren, sagte der 41-Jährige. Er hoffe, dass die Enttäuschung sich nicht in Protesten entlade: "Moldau braucht Stabilität." Er hatte bereits in der ersten Wahlrunde Ende Oktober vom Frust vieler Bürger über eine andauernde Korruption in der prowestlichen Führung profitiert.

Ex-Bildungsministerin Sandu warf der Wahlleitung Unregelmäßigkeiten vor. Viele Wahllokale hätten früher als geplant geschlossen, kritisierte die 44-Jährige. Sandu hatte sich im Wahlkampf für die Fortsetzung des Westkurses des 3,5-Millionen-Einwohner-Landes ausgesprochen. Der verarmte Agrarstaat zwischen der Ukraine und Rumänien steckt seit Jahren in einer tiefen politischen Krise.

Abkehr von der EU

Im Wahlkampf hatte Dodon erklärt, die Annäherung der ehemaligen Sowjetrepublik an die EU umkehren zu wollen. Für den Fall seines Sieges hatte er eine Volksbefragung über die Aufhebung eines Handelsabkommens mit der EU aus dem Jahr 2014 angekündigt. Stattdessen soll sich Moldau der von Russland geführten Eurasischen Union anschließen.

Über dieses Thema berichteten u.a. die tagesthemen am 13. November 2016 um 22:45 Uhr.

Darstellung: