Mehrere Hundert Menschen rettete die italienische Küstenwache von einem überfüllten Holzboot.

Flucht über das Schwarze Meer Mehr als 20 Menschen ertrunken

Stand: 23.09.2017 03:59 Uhr

Bei dem Versuch, über das Schwarze Meer in die EU zu gelangen, sind vor der türkischen Küste mehr als 20 Flüchtlinge ertrunken. Mindestens 40 Insassen des in Seenot geratenen Fischerbootes konnten gerettet werden. Die meisten der Migranten stammen aus dem Irak.

Erneut sind Flüchtlinge auf der Überfahrt über das Schwarze Meer gekentert. Mindestens 21 von ihnen kamen ums Leben. Neun Menschen werden nach Angaben der türkischen Küstenwache noch vermisst. Mindestens 40 Flüchtlinge konnten gerettet werden.

Ein Handelsschiff hatte am frühen den Notruf des Fischerbootes empfangen. Es war vor der türkischen Küste nahe des Ortes Kefken, etwa 200 Kilometer östlich von Istanbul, in Seenot geraten und schließlich gesunken. Neben der türkischen Küstenwache beteiligten sich auch fünf Handelsschiffe sowie ein Flugzeug und ein Hubschrauber an der Suche nach dem Schiff und der anschließenden Rettungsaktion.

Wie die türkische Staatsanwaltschaft mitteilte, wollten die Flüchtlinge nach Rumänien gelangen. Die meisten von ihnen stammen demnach aus dem Irak. Nach den Schleusern, die hinter der Überfahrt stehen, wird gefahndet.

Rumänien befürchtet, das Schwarze Meer könnte wegen der zahlreichen Beschränkungen im Mittelmeer zu einer alternativen Route für Flüchtlinge werden. Noch allerdings ist die Zahl der Flüchtlinge, die über das Schwarze Meer kommen, vergleichsweise gering. Allein von Libyen nach Italien sind seit Anfang des Jahres 94.000 Menschen über das Mittelmeer gereist.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. September 2017 um 01:00 Uhr.

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