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09.02.2010

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Ausland
Hongkong: Melamin-Spuren in Nestlé-Milch entdeckt
Test in Hongkong

Melamin-Spuren in Nestlé-Milch entdeckt

Die Zentrale von Nestlé im schweizerischen Vevey. (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Zentrale von Nestlé im schweizerischen Vevey: Das Unternehmen bestätigte den Melamin-Fund. ]
Der Milch-Skandal in China hat jetzt auch den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé erfasst. In einem Produkt des Unternehmens wurden nach Angaben der Behörden in Hongkong geringe Spuren der giftigen Chemikalie Melamin entdeckt.

Zum Test des chinesischen Nestlé-Produktes "Dairy Farm Pure Milk" sagte ein Sprecher des Zentrums für Nahrungsmittelsicherheit, der Anteil des Giftes sei so niedrig gewesen, dass ein einjähriges Kind mit einem Gewicht von 7,5 Kilogramm drei Packungen oder 3,38 Liter pro Tag trinken müsste, um eine gefährliche Dosis zu erreichen. Der normale Konsum sei ungefährlich.

Nestlé bestätigte den Fund der Melamin-Spuren. Allerdings handele es sich bei dem Produkt um eine für die Gastronomie bestimmte Milchsorte, die nicht von Kleinkindern getrunken werden sollte, sagte ein Sprecher.

Hintergrund:

Entsorgung von verseuchtem Milchpulver (Foto: REUTERS)
Weitere Meldungen Melamin - vom Düngemittel in die Babymilch Die Chemikalie Melamin wird vor allem in Klebstoffen, Flammschutz- und Düngemitteln verwendet. [mehr]

Inzwischen fast 13.000 Kinder im Krankenhaus

Eine chinesische Ärztin sucht nach möglichen Nierensteinen. (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Eine Ärztin sucht nach möglichen Nierensteinen. ]
Unterdessen teilte das chinesische Gesundheitsministerium laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua mit, dass bislang 12.892 Kleinkinder in Krankenhäuser eingeliefert wurden, weil sie Milch aus verseuchtem Milchpulver getrunken hatten. 104 der Babys seien ernsthaft erkrankt, 1579 seien genesen und wieder nach Hause zurückgekehrt.

Bislang hatten die chinesischen Behörden von mehr als 6200 an Milchpulver erkrankten Kindern gesprochen. Vier Babys starben bereits. In dem verseuchten Milchpulver verschiedener Hersteller war Melamin gefunden worden. Die Industriechemikalie führt zu schweren Nierenerkrankungen. Neben Babymilchpulver wurde Melamin auch in Frischmilch, Joghurt und anderen Milchprodukten entdeckt.

Kein chinesisches Milchpulver in Deutschland:

Für Säuglinge in Deutschland besteht keine Gefahr durch vergiftetes Milchpulver aus China. Wie ein Sprecher des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf ddp-Anfrage in Berlin sagte, dürfen keine Milchprodukte aus China in die Europäische Union eingeführt werden. Das gelte auch für Milchpulver.
 
Stand: 21.09.2008 19:03 Uhr
 

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