Suche per Fernglas vom australischen Marineschiff aus | Bildquelle: REUTERS

Vermisste Boeing 777 Ermittler verlegen Suchgebiet erneut

Stand: 28.03.2014 05:55 Uhr

Nach neuen Hinweisen auf den möglichen Absturzort der malaysischen Passagiermaschine haben die Behörden das Suchgebiet deutlich verlegt. Wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA erklärte, sucht man nun 1100 Kilometer weiter nordöstlich als bisher. "Das ist eine glaubwürdige neue Spur, und sie wird heute genau untersucht werden", sagte Premierminister Tony Abbott.

Ermittler verlegen MH370-Suchgebiet
U. Schmidt, ARD Singapur
28.03.2014 09:04 Uhr

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319.000 Quadratkilometer müssen abgesucht werden

Die Suche sei außerordentlich schwierig und bedeute qualvolles Warten für die Familien und Freunde der Passagiere und der Crew. "Wir sind es ihnen schuldig, jede glaubwürdige Spur zu verfolgen und die Öffentlichkeit über die bedeutenden neuen Entwicklungen zu informieren." Das neue Suchgebiet sei 319.000 Quadratkilometer groß und befindet sich laut AMSA etwa 1850 Kilometer westlich von Perth. Bislang wurde etwa 2500 Kilometer südwestlich der australischen Stadt gesucht.

Karte: Das veränderte Suchgebiet MH370 | Bildquelle: dpa
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Das veränderte Suchgebiet...

Andere Route errechnet

Die neuen Informationen basierten auf der Analyse von Radardaten zwischen dem Südchinesischen Meer und der Straße von Malakka, erklärte die für die Koordinierung der Suche zuständige Australische Seesicherheitsbehörde AMSA. Demnach flog das Flugzeug schneller als bislang angenommen. Das habe zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch und damit einer kürzeren Flugdistanz geführt.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Mittlerweile gehen die Behörden davon aus, dass das Flugzeug abgestürzt ist und die 239 Insassen tot sind. Mögliche Wrackteile wurden bislang auf diversen Satelliten- und Radaraufnahmen identifiziert, geborgen wurde allerdings noch nichts. Nachdem in den vergangenen Tagen im Suchgebiet schlechtes Wetter geherrscht hatte, verbesserten sich die Bedingungen nun deutlich.

Australische Behörden verlegen Suchgebiet erneut
tagesthemen 21:45 Uhr, 28.03.2014, Norbert Lübbers, ARD Singapur

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