Suche nach der vermissten Boeing 777

Kieler Forscher berechnen neue Absturzstelle Stürzte MH370 vor Java ins Meer?

Stand: 01.09.2015 15:16 Uhr

Kieler Forscher haben einen neuen möglichen Absturzort für die verschollene malaysische Maschine des Flugs MH370 berechnet. Dafür verfolgten sie den Weg eines jüngst gefunden Wrackteils zurück. Demnach könnte der Unglücksort vor Java liegen, 3500 Kilometer nördlicher als bisher gedacht.

Die verschollene malaysische Maschine mit der Flugnummer MH370 ist nach neuen Computer-Berechnungen von Kieler Meeresforschern möglicherweise 3500 Kilometer weiter nördlich als bisher vermutet abgestürzt.

Malaysian Airlines MH370 war auf dem von Weg Kuala Lumpur nach Peking
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Die Boeing war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking.

Am wahrscheinlichsten sei eine Absturzregion vor der Südküste der indonesischen Insel Java, erläuterten die Wissenschaftler Arne Biastoch und Jonathan Durgadoo vom Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung.

Riesiges Suchgebiet im Indischen Ozean

Die Forscher rechneten Strömungen und die mögliche Drift einer Ende Juli am Strand der Insel La Réunion vor Ostafrika gefundenen Flügelklappe einer Boenig 777 zurück. Sie betonten aber ausdrücklich, ihre bisherigen Daten reichten nicht aus, um der australischen Regierung ein geändertes Suchgebiet zu empfehlen.

Bisher wurde angenommen, dass das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord auf Höhe des 35. Breitengrades südlich des Äquators ins Meer stürzte - und damit etwa 2000 Kilometer westlich von Australien.

Das Flugzeug war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. An Bord waren 239 Menschen. Satellitensignale legen nahe, dass die Maschine noch sieben Stunden Richtung Süden flog und abstürzte. Die Ursache für den plötzlichen Kurswechsel ist bis heute ein Rätsel.

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