Schatten eines Flugzeugs der Royal New Zealand Air Force, die im Indischen Ozean auf der Suche war nach der verschwundenen Boeing der Malaysian-Airlines mit der Flugnummer MH370. | Bildquelle: REUTERS

Verschwundenes Flugzeug MH370-Wrack weiter im Norden vermutet

Stand: 21.04.2017 13:26 Uhr

Australische Wissenschaftler vermuten den Absturzort des verschwundenen Flugs MH370 weit im Norden des Indischen Ozeans. Grundlage sind neue Strömungsberechnungen. Damit würde sich das Suchgebiet stark verkleinern.

Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden einer malaysischen Passagiermaschine MH370 mit 239 Menschen an Bord gibt es neue Vermutungen, das Wrack könnte sich außerhalb des zuletzt abgesuchten Gebiets befinden. Die australische Wissenschaftsbehörde Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) veröffentlichte einen entsprechenden Bericht. Demnach liegen die Reste der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs vermutlich im nördlichen Indischen Ozean.

Kleineres Gebiet im indischen Ozean

Grundlage für den Bericht sind Strömungsversuche mit einem Steuerruder, das für die Tragfläche einer Boeing 777 entwickelt wurde. Ein Steuerruder, das vermutlich von der vermissten Maschine stammt, war 2015 an einem Strand der Insel La Réunion vor der Küste Madagaskars entdeckt worden.

Das Gebiet, in dem die Wissenschaftler die Maschine nun vermuten, umfasst eine Fläche von 25.000 Quadratkilometern. Es liegt nördlich des größeren, 120.000 Quadratkilometer großen Gebiets, in dem die Maschine zuletzt gesucht wurde.

Mangels Erfolgsaussichten war die Suche nach der vermissten Boeing 777 im Januar offiziell eingestellt worden, trotz aller Proteste von Angehörigen. Insgesamt kostete die Suche rund 150 Millionen Euro. Die Maschine war auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, als sie mitten in der Nacht plötzlich von den Radarschirmen verschwand.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. April 2017 um 14:00 Uhr.

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