Topo Chico Gefängnis in Monterrey, Mexiko | Bildquelle: REUTERS

Mindestens 49 Tote Häftlingsrevolte in Mexiko

Stand: 13.02.2016 19:19 Uhr

Alles begann kurz nach Mitternacht: Von einer Meuterei mit Fluchtversuch berichten lokale Medien, die Behörden sprechen von 52 Toten. In dem Gefängnis brach auch ein Brand aus. Mittlerweile soll die Situation wieder unter Kontrolle sein.

Bei einer Meuterei und einem Fluchtversuch in einem Gefängnis in Mexiko sind nach Angaben des Gouverneurs des Bundesstaates Nuevo Léon mindestens 49 Menschen getötet worden. Noch ist unklar, wieviele der Opfer Häftlinge sind und ob auch Wachleute bei der Revolte ums Leben kamen. Lokale Medien berichten von Explosionen und zahlreichen Schüssen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Beamte in Kampfmontur kamen den Sicherheitskräften der Haftanstalt zu Hilfe, um die Gefangenen wieder unter Kontrolle zu bringen.

Peter Sonnenberg, ARD Mexiko, zur Häftlingsrevolte in Mexiko
tagesschau24 18:30 Uhr, 11.02.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der Vorfall ereignete sich im Gefängnis "Topo Chico" der Stadt im Nordosten des Landes. Die Regierung des Bundesstaates Nuevo León teilte im Kurznachrichtendienst Twitter mit, man habe die Situation inzwischen unter Kontrolle. Die Gefängnisleitung dementierte, dass mehreren Gefangenen die Flucht gelungen sei. Vor dem Gefängnis warteten besorgte Angehörige. Einige warfen Steine und Bretter, um sich Zutritt zu verschaffen.

Papstbesuch im Gefängnis als Signal

Meutereien und Fluchtversuche sind in mexikanischen Gefängnissen keine Seltenheit. Am Freitag wird Papst Franziskus in Mexiko erwartet. Im Rahmen seiner einwöchigen Reise durch das lateinamerikanische Land wird das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche das berüchtigte Gefängnis "Cereso" in der Grenzstadt Ciudad Juarez besuchen, das als eines der gefährlichsten der Welt gilt. Die Drogenkartelle hatten in der Haftanstalt das Sagen, immer wieder gab es Tote bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden. Mit der Visite will der Papst auch auf gravierende Missstände im mexikanischen Justizvollzug hinweisen.

Darstellung: