Eine Frau steht am Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko | Bildquelle: AFP

Abschiebungen aus den USA Mexiko will keine Nicht-Mexikaner annehmen

Stand: 23.02.2017 14:34 Uhr

Mexiko hat angekündigt, keine aus den USA abgeschobenen Migranten anderer Nationalität aufzunehmen. Damit reagiert das Land auf einen Plan des US-Heimatschutzministeriums. Das Thema dürfte für Gesprächsstoff sorgen - heute ist US-Außenminister Tillerson in Mexiko.

Die mexikanische Regierung will keine aus den USA abgeschobenen Migranten anderer Länder aufnehmen, also beispielsweise Guatemalteken oder Honduraner. "Wenn die US-Regierung darauf besteht, Nicht-Mexikaner nach Mexiko abzuschieben, haben wir keine Veranlassung, sie aufzunehmen", sagte Außenminister Luis Videgaray.

Damit reagierte er auf eine neue Richtlinie des US-Heimatschutzministeriums. Diese sieht vor, künftig illegale Migranten aus Mittelamerika nach Mexiko zurückzuschicken, wenn sie über Mexiko in die Vereinigten Staaten eingereist sind.

Von drohenden Massenabschiebungen will der Heimatschutzminister John Kelly aber nicht sprechen. Diese werde es nicht geben, betonte er bei einem Besuch in Guatemala, bevor er nach Mexiko weiterreiste. Gleichzeitig machte er klar, dass der Fluchtversuch über die amerikanische Grenze keinen Zweck habe: US-Präsident Donald Trump habe per Dekret verfügt, dass Migranten schon an der Grenze abgefangen werden. Sie sollen "fair und human behandelt und in ihre Heimatländer" abgeschoben werden.

Tillerson trifft Peña Nieto und Videgaray

Am Abend treffen sich Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto, Videgaray und weitere mexikanische Ressortchefs mit US-Außenminister Rex Tillerson und Heimatschutzminister Kelly in Mexiko-Stadt zu Gesprächen. Die illegale Migration dürfte eines der wichtigsten Themen bei dem Treffen werden. Bislang arbeitet Mexiko bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung eng mit den USA zusammen. Die mexikanischen Behörden stoppen jedes Jahr Zehntausende Migranten aus Mittelamerika auf ihrem Weg in die Vereinigten Staaten.

Enrique Peña Nieto | Bildquelle: REUTERS
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Am Abend treffen sich Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ...

Rex Tillerson | Bildquelle: REUTERS
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... und US-Außenminister Rex Tillerson.

Angespannte Beziehungen

Die Beziehung zwischen den Nachbarn bereits seit Trumps Amtsantritt äußerst angespannt. Trump hatte Mexikaner als Drogenhändler und Vergewaltiger bezeichnet. Der US-Präsident will das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln oder aufkündigen. Millionen Einwanderer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis sollen abgeschoben werden. Zudem kündigte Trump den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko an, um illegale Einwanderung und Drogenschmuggel zu stoppen. Wegen des Streits um die Finanzierung des Megaprojekts war ein geplantes Treffen Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten Peña Nieto geplatzt.

Reaktionen aus Mexiko vor dem ersten Besuch Tillersons
mittagsmagazin, 23.02.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko-City

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Februar 2017 um 07:00 Uhr.

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