Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede vor dem US-Kongress die deutsche Geschichte von der Judenvernichtung im Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg über das geteilte Deutschland bis zum Fall der Mauer mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden.
Merkel, die als erste deutsche Regierungschefin seit Konrad Adenauer 1957 vor dem Kongress sprach, erinnerte daran, dass sie 1957 in der DDR aufwuchs. Damals habe sie viele Möglichkeiten nicht gehabt. Dass sie eines Tages vor dem Kongress sprechen werde, habe sie sich in "ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können".
Merkel beschwor den "Geist der Freiheit" und dankte den 16 Millionen US-Bürgern, die als Diplomaten und Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Dienst taten. Sie zitierte in ihrer Rede die US-Präsidenten Bill Clinton, Ronald Reagan und John F. Kennedy. Auch künftig seien die USA für Deutschland der wichtigste Partner. Gemeinsam müssten sie die aus ihrer Sicht wichtigsten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhundert angehen: Frieden und Sicherheit, Wohlstand und Gerechtigkeit und den Schutz des Planeten.
[Hinweis: Sie benötigen das Flash-Plugin und aktiviertes Javascript um das Video zu sehen.]
"Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie dem Schutz des Klimas so hohe Bedeutung zumessen", appelierte Merkel an die im Klimaschutz jahrelang zögerlichen USA. Konkret forderte sie unter dem Applaus der Abgeordneten: "Wir brauchen eine Einigung auf der Klimakonferenz in Kopenhagen." Wenn Europa und die USA dort zu verbindlichen Verpflichtungen bereit seien, "werden wir auch China und Indien davon überzeugen".
Vor ihrer Rede hatte Merkel US-Präsident Barack Obama getroffen, der im Kongress gemäß der US-Tradition nicht anwesend war. Obama hob die Erderwärmung als eines der größten Probleme hervor: "Wir alle erkennen jetzt, wie wichtig es ist, gemeinsam zu handeln in der Klimafrage, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern." Die Kanzlerin schlug in ihrer Rede überwiegend einen optimistischen Ton an: Wer wie sie den Fall der Mauer erlebt habe, halte viel für möglich.
Hart gab sich Merkel in ihrer teils auf deutsch, teil auf englisch gehaltenen Rede allerdings gegenüber dem Iran. Sie drohte dem Land mit harten wirtschaftlichen Sanktionen, falls es an seinem Atomprogramm festhielte. "Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben", sagte Merkel unter starkem Applaus der Abgeordneten und Senatoren. "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."
[Hinweis: Sie benötigen das Flash-Plugin und aktiviertes Javascript um das Video zu sehen.]
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW