Luftangriffe in Syrien Merkel unterstützt Flugverbotszone

Stand: 15.02.2016 19:01 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für eine Flugverbotszone über Syrien ausgesprochen. So sollten Flüchtlinge geschützt werden, sagte sie der Stuttgarter Zeitung. Bislang hatte sich vor allem die Türkei für so eine Zone eingesetzt.

Diese Aufnahme soll den Angruff auf Rebellenführer Sahran Allusch zeigen. | Bildquelle: AP
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Nach dem Willen Merkels soll über Teilen Syriens eine Flugverbotszone eingerichtet werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Syrien eine Zone gefordert, in der keine Luftangriffe mehr geflogen werden dürfen. "In der jetzigen Situation wäre es hilfreich, wenn es dort ein Gebiet gäbe, auf das keine der Kriegsparteien Angriffe fliegt - also eine Art Flugverbotszone", sagte Merkel der "Stuttgarter Zeitung". Dazu solle nach Möglichkeit eine Vereinbarung zwischen Unterstützern und Gegnern des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad geschlossen werden. Zugleich schloss sie Verhandlungen mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" strikt aus.

Die Kanzlerin unterstützte damit einen Vorschlag, den die Türkei schon seit längerer Zeit verfolgt, von der Bundesregierung bislang aber abgelehnt wurde. Merkel bezeichnete die Lage in Syrien, wo der Konflikt zwischen dem Regime von Assad und seinen Gegnern bald fünf Jahre dauert, als "unendlich kompliziert". Die Bombardierungen in und um die Stadt Aleppo, "gerade auch durch russisches Militär", machten alles noch komplizierter. Es müsse diplomatisch alles versucht werden, diesen Krieg zu beenden, sagte Merkel. "Aber dass er morgen vorbei ist, damit kann man wirklich nicht rechnen."

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