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Der chinesische Internet-Dissident und Blogger, He Weihua, ist in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen worden - offenbar weil er regimekritische Beiträge in Internet-Foren und auf seiner eigenen Seite veröffentlichte.
Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" protestierte gegen die Maßnahme. "Es kann nicht hingenommen werden, dass die chinesischen Behörden solche Methoden benutzen, um Bürger zum Schweigen zu bringen, die lediglich friedlich ihre Ansichten geäußert haben", hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Offenbar hätten die Behörden die Praxis nicht aufgegeben, jene, die Machtmissbrauch enthüllten und sich über Zensur hinwegsetzten, zur Strafe zwangsweise in Anstalten einzuweisen.
Nach Angabe von Verwandten in der Provinz Hunan war He Weihua von den Behörden vorgeladen und Anfang des Monats festgenommen worden, nachdem er im Juli den Anstieg der Schweinefleischpreise in China in einem Artikel kritisiert und den Zusammenbruch der Kommunistischen Partei wegen Korruption vorhergesagt hatte.
Ein Verwandter berichtete, He Weihua leide keineswegs an einer Geisteskrankheit. Vielmehr habe er in jüngster Zeit mehrere Artikel für die in China von der Zensur gesperrte regimekritische Webseite "Boxun" geschrieben. Schon im Dezember 2004 war He Weihua in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden, wie "Reporter ohne Grenzen" berichtete.
Internetzensur und mangelnde Pressefreiheit in China gehören auch zu den Themen von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch am Montag und Dienstag in Peking. Neben den offiziellen Gesprächen ist ein Treffen mit Journalisten geplant.
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