Stichwort Die Raumfähre Columbia

Stand: 29.08.2007 23:27 Uhr

Mit der Columbia hat die amerikanische Raumfahrbehörde NASA ihre älteste Raumfähre verloren. Der Shuttle stürzte auf seinem 28. Flug mit sieben Astronauten an Bord ab.

Neu Ära der Raumfahrt

Zu ihrem Jungfernflug hob die Columbia am 12. April 1981 ab - und eröffnete damit eine neue Ära der bemannten Raumfahrt. Erstmals flogen Menschen mit einer Technik ins All, die wiederverwendet werden konnte. Im Gegensatz zu Trägerraketen, deren Stufen im All verglühen und von denen nur eine kleine Landekapsel zur Erde zurückkehrt, landen die Space Shuttles wie Flugzeuge auf einer Piste. 1983 startete auch der erste Westdeutsche im All - Ulf Merbold - mit der Columbia ins All.

Zu ihrer nun letzten Mission war die Columbia am 16. Januar unter dem Kommando von Rick Husband gestartet. Bereits drei Stunden, nachdem die Columbia ihre Umlaufbahn in 277  Kilometer Höhe erreicht hatte, nahmen die Astronauten das Labor SpaceHab in Betrieb. Sie absolvierten einen regelrechten Marathon von insgesamt 80 Experimenten unter anderem zur Krebsforschung.

Rückgrat der bemannten Raumfahrt

Das gut 37 Meter lange Space Shuttle bildete zusammen mit den Raumfähren Atlantis, Discovery und Endeavour das Rückgrat der bemannten US-Raumfahrt. Der Orbiter mit der offiziellen Bezeichnung OV-102 trägt den Namen des amerikanischen Segelschiffs Columbia, das 1792 von Boston auslief, um die Mündung des Flusses Columbia zu erkunden. An Bord war der Entdecker Robert Gray, dem als erstem Amerikaner eine Weltumseglung gelang. 

Auch die  Kommandokapsel der Apollo 11, mit der Neil Armstrong und Edwin Aldrian im Juli 1969 als erste Menschen auf dem Mond landeten, trug den Namen Columbia. 

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