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21.03.2010

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Ausland

U-Boot-Fahren verboten - Die Sicherheitsvorkehrungen

Neben dem harten Kern der G-8-Staaten haben an dem Treffen in Evian außerdem Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Kommission und Staatschefs aus allen Kontinenten teilgenommen. Rein zahlenmäßig repräsentierten die Teilnehmer des Gipfels 80 Prozent der Weltbevölkerung - so viel wie noch nie zuvor in der fast 30-jährigen Geschichte des G-8-Gipfels. Gleichzeitig haben auch die Sicherheitsvorkehrungen stetig zugenommen, vor allem nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 und den anwachsenden, teils gewalttätigen Protesten von Globalisierungskritikern. 

Grenzenlose Sicherheit

 (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auch deutsche Polizisten sind in der Schweiz im Einsatz ]
Die französische Seite setzte nicht nur 11.000 Militärs ein, sondern auch Kampfflugzeuge vom Typ Mirage 2000, fliegende Awacs-Radaranlagen, 50 bis 60 Helikopter, Drohnen und zwei Boden-Luft-Raketenabwehrsysteme vom Typ Crotale. Neben den französischen Mirage und eidgenössischen Pilatus-Fliegern wurden auch deutsche Phantom-Flugzeuge sowie italienische Tornados in die Sicherheitsoperationen einbezogen. Außerdem waren mehrere tausend schweizerische und deutsche Polizisten im Einsatz. Zugleich wurde verboten, den See zwischen Alpen und Jura zu überfliegen. Zur Abwehr biologischer oder chemischer Angriffe postierten sich Spezialtrupps am Genfer See. Der Schiffsverkehr wurde eingeschränkt, und Froschmänner wachten darüber, dass niemand mit einem Unterseeboot unterwegs ist. 

Ausnahmezustand in Evian

 (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: 100.000 werden erwartet: Deutsche Demonstranten bei der Ankunft in Genf ]
In Evian herrschte Ausnahmezustand. Stadt und Umfeld waren in vier Zonen eingeteilt, von denen die zentrale die so genannte "Zone Null" war. In ihr durften sich nur die Staats- und Regierungschefs und die Mitglieder der Delegationen aufhalten. In der zweiten Zone konnte sich aufhalten, wer dort wohnt oder aber eine "starke berufliche Verpflichtung" hat - Journalisten beispielsweise. Demonstranten mussten draußen bleiben und werden in die restlichen Zonen verwiesen. Etliche Straßen waren geschlossen, Regionalzüge fuhren nur teilweise.

Auch in Genf und anderen Städten der Region hatten sich die Menschen auf das Schlimmste vor. Im französischen Annemasse, Schauplatz eines Gegengipfels, schlossen viele Laden- und Boutique-Besitzer ihre Läden. Vorsorglich montierte die Fast-Food-Kette McDonald's ihr Firmenlogo an den Genfer Filialen ab, verbarrikadierten sich Banken hinter Stacheldraht. Skulpturen und Monumente wurden mit Folie geschützt, um Schäden durch Graffiti oder Vandalismus zu verhindern. Öffentliche Parks wurden geschlossen.

Beim G-8-Gipfel in Genua vor zwei Jahren war es zu schweren Ausschreitungen und Verwüstungen in der Innenstadt von Genua gekommen. Ein Demonstrant war damals von einem italienischen Polizisten erschossen worden.

 

 

   

Stand: 03.06.2003 13:51 Uhr
 

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