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Sie ist eine engagierte Streiterin für Kinder- und Frauenrechte und setzt sich für politisch Verfolgte ein: Die iranische Anwältin Schirin Ebadi, Trägerin des diesjährigen Friedensnobelpreises.
[Bildunterschrift: Schirin Ebadi ]
Gemeinsam mit Freunden gründete Ebadi ein Kinderhilfswerk. Zudem engagiert sich die verheiratete Mutter zweier erwachsener Töchter für politische Dissidenten. Als Anwältin arbeitet sie für Verfolgte und deren Familien und musste dafür sowohl Gefängnis wie Hausarrest und andere Repressalien in Kauf nehmen.
Die 56-jährige gebürtige Teheranerin absolvierte ihre juristische Ausbildung in Iran und Frankreich. 1969 wurde sie als erste Frau in Iran Richterin. 1979 musste sie das Amt als Folge der islamischen Revolution aufgeben, seitdem arbeitet sie als Anwältin.
Der Schriftsteller Faradsch Sarkuhi wurde durch Ebadis Hilfe nach zweijähriger Haft entlassen und lebt seitdem im Exil in Frankfurt. 1997 beteiligte sich die Menschenrechtlerin an der Kampagne, die zum Sieg des reformorientierten Mohammed Chatami bei der Präsidentschaftswahl führte. Zusammen mit anderen Anwälten kämpfte sie für die Aufklärung einer Mordserie Ende 1998. Damals waren mehrere Dissidenten von Agenten des iranischen Geheimdienstes ermordet worden.
Im Jahr 2000 wurde sie kurzfristig wegen der so genannten Video-Affäre verhaftet. In dem Video sollen Islamisten ihre engen Kontakte zum Establishment gestanden haben. Wegen ihrer angeblichen Verwicklung wurde sie zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.
Ebadi wurde bereits mehrfach für ihre Tätigkeit ausgezeichnet. Bei der Entgegennahme eines Preises im norwegischen Bergen vor drei Jahren sagte sie, für sie sei die Geringschätzung von Frauen mit islamischen Grundsätzen unvereinbar. "Am wichtigsten ist nicht, welche Religion, Sprache oder Kultur man hat, sondern dass man an die Menschenrechte glaubt."
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