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Ausland
Walfangverbot auf IWC-Tagung in Alaska bestätigt
IWC-Tagung in Alaska

Sieg für Walschützer - Fangverbot bestätigt

Die 59. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission endete mit einem deutlichen Sieg für die Walschützer. Das seit 1986 geltende weltweite Walfangverbot stand auf der Kippe, die Walfangländer hatten dessen Aufhebung gefordert. Doch dann kam es anders, als die Walschützer befürchtet hatten.

Von Kerstin Zilm, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles

Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat bei ihrer Jahrestagung in Anchorage eine Resolution verabschiedet, mit der das seit 21 Jahren geltende Walfang-Moratorium bestätigt wurde. 37 von 76 Mitgliedsstaaten der IWC stimmten am letzten Tag des Treffens dafür, das Verbot kommerziellen Walfangs ebenso aufrecht zu erhalten sowie das Handelsverbot mit Walfleisch.

Fünf neue Mitglieder sichern Fangverbot-Mehrheit

Ein Teil der japanischen Delegation in Anchorage  (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die japanische Delegation zeigte sich in Anchorage tief enttäuscht über die Verlängerung des Fangverbots ]
Zu den Walschützer-Staaten gehören die USA, Großbritannien, die Niederlande, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die fünf neuen IWC-Mitglieder, Zypern, Griechenland, Kroatien, Slowenien und Ecuador sicherten die knappe Mehrheit zur Verlängerung des Moratoriums. Im vergangenen Jahr hatten Befürworter des kommerziellen Walfangs mit nur einer Stimme Mehrheit eine Resolution verabschiedet, in der das Jagdverbot als "nicht länger notwendig" bezeichnet wurde. Diese Erklärung hatte allerdings ausschliesslich symbolischen Wert, da das Fang-Moratorium nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit aufgehoben werden kann.

Walfangnationen, darunter Japan, Norwegen und Island hatten sich in Anchorage dafür eingesetzt, die Regelung der Zwei-Drittel-Mehrheit aufzuheben. Diese Staaten umgehen seit Jahren offen das Walfangverbot unter dem Vorwand, die Jagd diene lediglich wissenschaftlichen Zwecken. Es ist allerdings weithin bekannt, dass das Walfleisch zum Verzehr an Restaurants und Supermärkte verkauft wird. Japan, Norwegen und Island boykottierten die diesjährige Abstimmung, als sich ihre Niederlage abzeichnete. Japan droht nun sogar mit einem Austritt aus der Internationalen Walfangkommission.

Fangquoten für Ureinwohner bestätigt

Isländische Arbeiter zerteilen einen Finnwal (Archiv) (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Isländische Arbeiter zerteilen einen Finnwal (Archiv) ]
Die Walfangkommission bestätigte zuvor Fangquoten für die Ureinwohner Alaskas und Russlands und erhöhte die Fangquote Grönlands. Dies gilt bis zu einer neuen Analyse im Jahr 2012. Die IWC-Wissenschaftskommission geht davon aus, dass noch etwa 180.000 Zwergwale im Atlantik leben und weitere 700.000 in der Antarktis. Dagegen sollen sich Buckelwale noch nicht so weit regeneriert haben, um wieder zur Jagd freigegeben werden zu können.

Stand: 01.06.2007 14:06 Uhr
 

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